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Der ETF-Sparplan – Vermögen aufbauen für’s Alter

Fakt ist, dass man sich gerade in vermeintlich bedrohlichen Zeiten Gedanken über die Kapitalanlage machen muss. Ein bekanntes deutsches Sprichwort lautet nicht für umsonst: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.“ Wer sich durch ein solches Sprichwort angetrieben fühlt, kann sich mit kleinen Schritten und kleinen Beträgen eine eigene Altersvorsorge aufbauen – zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan. Zur Erklärung: Bei einem Exchange-traded fund (ETF) handelt es sich um einen börsengehandelten, passiven Fonds, der einzelne Indizes wie DAX, Dow Jones und Co. eins zu eins nachbildet.

Mit einem ETF-Sparplan ist es möglich, im Notfall eine Rate auszulassen oder vorzeitig komplett auszusteigen, falls das Kapital benötigt wird. Bei anderen Produkten, wie beispielsweise der Riester-Rente für die Altersvorsorge, müssen Sie mit hohen Abzügen rechnen, falls Sie den Vertrag vorzeitig beenden. Dafür erhalten Sie mit einem ETF-Sparplan allerdings keine steuerlichen Vergünstigungen oder Förderungen von staatlicher Seite.

Funktionsweise eines ETF-Sparplans

Bei einem ETF-Sparplan zahlt man regelmäßig einen gewissen Betrag ein. Die Möglichkeit gibt es bei manchen Anbietern schon für 25 Euro im Monat. Der Wert des Sparplans wird selbstverständlich durch die Entwicklung des Aktienfonds bestimmt, in den investiert wurde, und durch die getätigten Einzahlungen.

Wann lohnt sich ein ETF-Sparplan?

Wenn man Vermögen für später aufbauen will, ist ein ETF-Sparplan eine gute Wahl, die auch für die Altersvorsorge sehr nützlich sein kann. Ratsam ist es, nur Geld anzulegen, auf das Sie aller Voraussicht nach 15 Jahre oder länger verzichten können. Dadurch, dass sich das Vermögen durch die regelmäßigen Einzahlungen relativ langsam aufbaut, spielt der Einfluss der Aktienmärkte auf die Wertentwicklung des Sparplans nämlich erst mit zunehmender Laufzeit eine größere Rolle.

Das bedeutet auch, dass der Einstiegszeitpunkt bei einem Sparplan weniger wichtig ist. Da Sie über viele Jahre Geld einzahlen, kaufen Sie die Aktienfonds mal zu günstigeren und mal zu teureren Kursen. Wenn Sie im Gegensatz dazu einen größeren Betrag auf einmal anlegen, hängt Ihre Rendite wesentlich davon ab, wann Sie die Anlage getätigt haben. Wichtig bei der Anlage ist, dass man das Risiko breit streut.

Das bedeutet aber nicht, dass man mehrere Sparpläne auf verschiedene Fonds abschließen muss. Am besten setzt man auf die bekannten Indexfonds: auf DAX, S&P 500 oder auch den MSCI World, der auf insgesamt 1.610 Einzelunternehmen aus der gesamten Welt setzt. Den größten Anteil haben dabei Firmen aus den USA (54,9%), darunter sind unter anderem auch gewichtige Unternehmen wie Microsoft und Apple.

Wie finde ich den besten ETF-Sparplan?

Auch bei einem ETF-Sparplan sind die Kosten im Auge zu behalten. Denn Gebühren schmälern die Rendite. Folgende Merkmale sollten bei der Auswahl eines ETF-Sparplans bedacht werden:

Die günstigsten und vielfältigsten Angebote erhält man über Online-Depotbanken, die ein Depot ohne jährliche Kosten anbieten. ETF-Sparpläne kann man aber auch über Fondsvermittler abschließen. Bei einem ETF-Sparplan fallen in der Regel jeden Monat Kosten für den Kauf des Fonds an. Manche Depotbanken bieten eine gebührenfreie Anschaffung der Fonds an. Für den Verkauf von Fonds fallen die üblichen Transaktionskosten für Wertpapiere an.

Bei ETF-Sparplänen für ganz bestimmte Indexfonds sollte man eine Depotbank wählen, die ein möglichst breites Angebot an kostenlosen ETF-Sparplänen hat.

Ihnen allen einen guten Tag.

Ihre

Kathrin Dörfeld

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Über den Autor Investor Verlag

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