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Auszahlungs- beziehungsweise Entnahmepläne

Es ist möglich, statt einer einmaligen Rückzahlung der im Fonds angelegten Werte monatliche Auszahlungen vorzunehmen, die automatisch im festgelegten Rhythmus auf das laufende Konto überwiesen werden.

Die Fondsgesellschaft verkauft also sukzessive einen definierten Anteil des Fonds, während sich der Rest des Kapitals weiterentwickeln und wieder vermehren kann. Auf diese Weise sind lange Auszahlphasen möglich, die in idealer Weise regelmäßigen Geldbedarf abdecken oder ergänzen können.

Auszahlungs- beziehungsweise Entnahmepläne

Derartige Auszahlungs- oder Entnahmepläne sind zum einen mit dem Ziel des Kapitalerhalts möglich, das heißt, es werden nur Kursgewinne und Ausschüttungen an den Anleger ausbezahlt. Zum anderen kann bei Auszahlplänen mit Kapitalverzehr ein deutlich höherer monatlicher Betrag entnommen werden, bis die gesamte Anlagesumme und ihre zwischenzeitlich ergänzten Kursgewinne schließlich aufgezehrt sind.

Beide Modelle bieten ideale Möglichkeiten zur Nutzung aufgebauten Kapitals in der Altersvorsorge. Auszahlungen aus abgelaufenen Versicherungsprodukten können auf diese Weise in renditestarke und flexible Fondsspar- beziehungsweise Auszahlungspläne eingebracht werden.

Investieren Sie bei Auszahlungsplänen eher in geringer im Kurswert schwankende Fonds wie Renten-, Total/Absolute Return oder Gemischte Fonds, da die höheren Kursschwankungen bei Aktienfonds zu einem umgekehrten, also negativen Cost-Average-Effekt führen. Das heißt, um die gleiche Auszahlrate zu realisieren, muss die Fondsgesellschaft bei steigenden Kursen mehr Anteile verkaufen und bei fallenden Kursen weniger. Sie agieren also unbeabsichtigt und automatisch pro-zyklisch, was bei Kursschwankungen nicht wünschenswert ist. Bei sehr langfristig angelegten Auszahlplänen (über zehn Jahre) kann es aufgrund der höheren Rendite jedoch wieder sinnvoll sein, sich für einen Aktienfonds oder zumindest für einen nennenswerten Aktienfondsanteil zu entscheiden.

Entnahmeplan mit Kapitalerhalt

Ein Entnahmeplan mit einem Startkapital von 100.000 Euro schafft Ihnen bei Annahme einer jährlichen Rendite von sieben Prozent die Möglichkeit, sich monatlich 565 Euro auszahlen zu lassen, ohne das eingezahlte Kapital zu reduzieren (ohne Berücksichtigung möglicher individueller Steuereffekte). Es bleibt dabei komplett erhalten.

Mögliche monatliche Entnahme mit Kapitalerhalt bei einer durchschnittlichen Verzinsung/ Rendite von:

Anlagesumme4 Prozent7 Prozent
50.000 Euro136 Euro282 Euro
100.000 Euro327 Euro565 Euro
200.000 Euro654 Euro1.130 Euro
300.000 Euro982 Euro1.696 Euro
400.000 Euro1.309 Euro2.261 Euro
500.000 Euro1.636 Euro2.827 Euro

Entnahmeplan mit Kapitalverzehr

Bei sukzessiver Rückzahlung des Startkapitals in einem Entnahmeplan haben Sie bei einer angenommenen Verzinsung des jeweiligen Restvermögens von vier Prozent die Möglichkeit, von 100.000 Euro immerhin über 20 Jahre hinweg monatlich 600 Euro zu entnehmen.

Anlagesumme10 Jahre20 Jahre30 Jahre
50.000 Euro490 Euro290 Euro235 Euro
100.000 Euro950 Euro600 Euro450 Euro
200.000 Euro1.900 Euro1150 Euro950 Euro
300.000 Euro2.800 Euro1.750 Euro1.420 Euro
400.000 Euro3.800 Euro2.350 Euro1.900 Euro
500.000 Euro4.800 Euro2.900 Euro2.375 Euro

Cirka-Werte. Monatliche Entnahme mit Kapitalverzehr bei einer durchschnittlichen Verzinsung/ Rendite von vier Prozent p. a.

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