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Aktienfonds: Ausgabeaufschlag sparen beim Kauf über die Börse

Trader´s Daily-Leser T. M. schrieb mir:

„Ich lese hin und wieder den Hinweis, dass es kostengünstiger sei, Fonds über die Börse zu kaufen, denn dann fiele das Agio nicht an. Können Sie sich erklären, was das heißt (…)?“

Meine Antwort:

Genau, Fonds können Sie schön über die Börse handeln. Vor mittlerweile 7 Jahren fiel mir die „Deutsche Fondsbörse Hamburg“ auf, welche (in Zusammenarbeit mit der Börse Hannover) die „Deutsche Fondsbörse Hamburg“ gegründet hatte. Wie der Name sagt, speziell für Fonds. Inzwischen können Fonds auch an anderen Börsenplätzen gehandelt werden.

Und das sollten Sie auch nutzen, wenn Sie einen Fonds kaufen möchten!

Denn normalerweise fällt beim Kauf eines Fonds über die Fondsgesellschaft ein Ausgabeaufschlag an, der zwischen 1 % und 5 % liegt (nur bei Geldmarktfonds meist 0 %). Es gibt in der Regel einmal täglich einen Kurs.

Dieser Ausgabeaufschlag fällt beim Kauf über die Börse komplett weg! Natürlich gibt es eine gewisse Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, den „Spread“. Kennt man ja von Aktien und Zertifikaten. Dieser Spread sollte aber erheblich niedriger sein als der reguläre Ausgabeaufschlag.

Es wird auch nicht nur einmal täglich ein Kurs gestellt, sondern meist gibt es einen börsentäglich fortlaufenden Handel, mit regelmäßiger Veröffentlichung von Geld- und Briefkursen (= Verkauf- und Ankauf-Kursen), und in der Regel gibt es beim börslichen Handel auch keine Mindestanlagesummen.

Die Überwachung erfolgt durch die jeweilige Börsenaufsicht und Handelsüberwachung. Es ist kein spezielles Depot nötig. Ich finde, das ist doch wirklich sehr interessant! Hier sehe ich eine Möglichkeit, den Ausgabeaufschlag zu sparen. Allerdings würde ich bei jedem einzelnen Fonds prüfen, wie groß die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs ist (und diese Spanne mit dem regulären Ausgabeaufschlag vergleichen, den Sie sonst bezahlen müssten).

Der Kauf bzw. Verkauf ist denkbar einfach, geht wie mit Aktien oder Zertifikaten: Sie geben Ihre Order wie gewohnt an Ihre Hausbank oder Direktbroker weiter, Angabe der WKN oder ISIN, und müssen lediglich den entsprechenden Börsenplatz eingeben.

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt / M.A.

Chefredakteur Trader´s Daily

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Über den Autor Michael Vaupel

Michael Vaupel ist Rohstoff- und Derivate-Experte. Der 40-jährige hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Volkswirtschaftslehre studiert.

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