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Globale Verschuldung 3x höher als globales BIP

Die globale Verschuldung hat aktuell einen Wert von 217 BILLIONEN US-Dollar erreicht – ein neuer Rekord! Dieser gigantische Schuldenberg gefährdet inzwischen die Stabilität des gesamten Finanzsystems.

Laut dem Institut für Internationale Finanzen (IIF) beträgt die globale Verschuldung inzwischen 327 % der jährlichen globalen Wirtschaftsleistung

Während Industrienationen der ersten Welt im letzten Jahr ihre Schulden – dank der Nullzinspolitik und günstiger Kreditkosten – um über 2 Billionen Dollar sinken konnten… stiegen die Schulden der Entwicklungsländer um 3 Billionen auf insgesamt 56 Billionen USD.

2 Billionen Dollar davon entfallen allein auf China, das inzwischen mit 33 Billionen in der Kreide steht. Hier sind vor allem Privathaushalte verschuldet, aber auch die Unternehmen stecken bis zum Kopf im Schuldensumpf.

„Steigende Schulden erschaffen Gegenwind für das langfristige Wachstum und gefährden die finanzielle Stabilität“, so der Report des IIF.

„In einigen Fällen hat dieser rapide Zuwachs der Schulden bereits das Kreditprofil der Nationen verschlechtert, unter anderem in Ländern wie China und Kanada.“

Die hohe Verschuldung ist eine tickende Zeitbombe

Gefährlich wird dieser riesige Schuldenberg vor allem dann, wenn Zentralbanken ihre Stimulus-Programme zurückfahren. In den USA sind die Zinsen bereits wieder am steigen, was den Dollar aufwerten könnte und die globalen Kreditkosten massiv erhöhen würde.

Auch die EZB hat signalisiert, dass sie bereits ab September das Anleihenkaufprogramm APP zurückfahren könnte. Und auch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) machte diese Woche Druck auf Politiker. Laut der BIS sollen die Zinsen erhöht werden, ganz unabhängig von den Turbulenzen an den Finanzmärkten.

Globale Schuldenblase steht kurz davor zu platzen

Die aktuelle Situation ist brandgefährlich. Denn die Zentralbanken haben jahrelang Papiergeld gedruckt und in die Märkte gepumpt. So ist eine massive Blase entstanden, die über Jahre hinweg weiter angefeuert wurde.

Jetzt wollen die Zentralbanken ihre Stimulus-Programme zurückfahren – die globale Schuldenblase droht dadurch zu platzen.

Die Auswirkungen davon wären katastrophal. Aktien, Anleihen und Immobilien sind dank der Geldschwemme allesamt überhitzt. Drehen die Zentralbanken hier den Geldhahn ab, dann kann es in Windeseile zum Crash kommen – so wie zuletzt 2008, als in den USA die Immobilienblase platzte.

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