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Garantierte Verluste

Werfen wir heut hier im Tagebuch einen Blick auf japanische Staatsanleihen.

Sie können jederzeit eine Staatsanleihe Nippons mit einer Laufzeit von zehn Jahren kaufen. Für Ihre Mühe erhalten Sie eine Rendite von MINUS 0,24% .

Das heißt rein „nominal“ betrachtet (nicht deflations- oder inflationsbereinigt) garantiert Ihnen die japanische Regierung (die effektiv bankrott ist), dass Sie weniger Geld zurückbekommen als Sie bezahlt haben.

Wo liegt da der Wert?

Oder nehmen Sie die typische Aktie an der New Yorker Börse. Dem Yale-Ökonom Robert Shiller zufolge wird sie derzeit mit einem KGV von 25 bewertet.

Wenn Sie die ganze Firma zu dem Preis kaufen, müssten Sie ein Vierteljahrhundert warten, ehe die erwirtschafteten Gewinne ihre Investition wieder amortisieren. Ganz abgesehen davon, ob in 25 Jahren überhaupt noch Gewinne gemacht werden (können)…

Wo lässt sich hier irgendein Wert finden?

Und das ist vor Steuern. Ein Einwohner von Maryland oder Kalifornien müsste steuerbedingt doppelt so lang warten – ein halbes Jahrhundert.

Oder nehmen Sie die Politik. Können Sie einen echten Mehrwert im Kongress sehen? Oder bei  den Kandidaten für das Präsidentenamt? In einem System, das vorgibt, dass „das Volk“ den Ton angibt, obwohl dem offensichtlich ja nicht der Fall ist?

Und dann … gibt es die öffentliche Politik – der Krieg gegen die Armut, der Krieg gegen Drogen, der Krieg gegen den Terror, die Kriege im Mittleren Osten.

Die Regierung hat Billionen von Dollar in diese Programme investiert.

Aber wo  zahlt sich das Ganze aus? Wo ist der Wert?

Billionen Dollar den Bach hinunter…

Lassen Sie uns kurz innehalten für ein weiteres Detail…

Die USA haben jede Menge Öl und Gas. Man muß nicht eine Billion Dollar ausgeben, um Energieimporte aus dem Nahen Osten zu schützen.

Dieses Jahr werden die USA etwa 500 Millionen Barrel an Öl aus dem Persischen Golf importieren. Bei 40 $ pro Barrel liegt der Wert des Öls bei nur 20 Milliarden Dollar.

James Burgess bei OilPrice.com schreibt folgendes:

„Roger Stern, Professor am National Energy Policy Institute der Universität von Tulsa schrieb 2010 eine Studie. Fakt sei demnach, dass die USA seit dem Jahr 1976 acht Billionen Dollar zum Schutz der Öllieferungen aus dem Persischen Golf ausgegeben hätten. Das geschah allen voran durch die Ausweitung der militärischen Präsenz im Anschluss an das erste arabische Ölembargo.

Die USA machten das alles trotz der Tatsache, dass nur 10% des Öls durch die Meerengen des Persischen Golfes in Richtung USA unterwegs seien.

Wo liegt da der Wert?

Und Stanford Politologe Francis Fukuyama schreibt:

„ Im Rahmen des Vorfelds der Primaries in New Hampshire – einem Staat, der in etwa so weiß und ländlich geprägt wie viele anderen Staaten auch ist – erfuhren viele Amerikaner überrascht, dass das Hauptanliegen der meisten Wähler die Heroinsucht gewesen sei.

In der Tat, Opioid- und Methamphetamin-Sucht haben in den ländlichen weißen Gemeinden in Staaten wie Indiana und Kentucky ein epidemisches Ausmaß angenommen. So wie dereinst Crack-Such in den großen Städten.

Diese zunehmend düstere Realität werde jedoch kaum von den amerikanischen Eliten registriert – nicht zuletzt wohl deshalb, weil es Ihnen im gleichen Zeitraum immer besser gehen würde.“

Ist das nicht exakt das, was der Krieg gegen die Drogen angeblich verhindern wollte?

Wo ist der Wert?

Trump Fans wollen das jetzt genau wissen!

Wie kam es dazu, dass die Eliten so abgehoben sind?

Wie kam es dazu, dass sie so reich wurden, während alle anderen immer ärmer wurden?

Was war die Ursache vor 45 Jahren, dass zwar die Preise stiegen, aber die Werte immer weiter fielen?

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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