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Problem vertagt

Durch die Schaffung dieses Kreditgeld-Systems vermied die Fed zunächst das Problem der Depression…zumindest verzögerte sie es.

Zwischen 1980 und 2016, zum Beispiel, gaben die Amerikaner netto 32 Billionnen Dollar an überschüssigen Krediten aus. Das ist ein Kredit- und Schuldenniveau, was oberhalb und jenseits des historischen Verhältnisses zwischen dem BIP und den Schulden liegt.

Das hätte normal auch die Verbraucherpreise dramatisch erhöht, aber die Japaner und später dann die Chinesen waren eifrig bemüht, die Dinge billiger herzustellen.

Das kompensierte starke Verbraucherpreianstiege. Und noch wichtiger, ein großer Teil der Zunahme an Kreditgeld floss direkt in die Wall Street. Und definitiv nicht in die Realwirtschaft der Main Street.

In einem Kredit-Geldsystem bekommen die Sektoren der Wirtschaft, die am meisten kreditwürdi sind, das meiste des neuen Geldes.

Wer ist am meisten kreditwürdig?

Die Reichen.

Große Unternehmen.

Die Regierung.

Die Preise stiegen, alles schien in Ordnung. Es handelte sich dabei um die Art von Preisen, die die Leute unbedingt hoch treiben wollten: Häuser … Unternehmen … gewerbliche Immobilien … Kunst – Vermögenspreise; diese Dinge gingen durch die Decke.

Alles, was zu Geld gemacht werden konnte – bepreist und gehandelt – wurde unglaublich teuer. Aber der Preis der Arbeit blieb stehen.

Die Reichen werden reicher

Es ist fast unglaublich, aber dem Pew Research Center zufolge hat der heutige durchschnittliche Stundenlohn in etwa die gleiche Kaufkraft wie im Jahr 1973. Vor mehr als 40 Jahren also.

Das System hat nicht viel für den gemeinen Bürger getan, aber es hat geholfen, die Reichen noch reicher zu machen. Und jetzt wissen wir, dass Deep State die US-Regierung kontrolliert (und indirekt die Fed und das Finanzsystem). Aber um die Wähler kümmert sich niemand.

Was für ein System!

Den Banken ist es erlaubt, Geld zu schaffen. Sie verleihen es an die Verbraucher, bis die private Haushalte maßlos überschuldet sind. Dann leihen sie Geld an Unternehmen und die Regierung

Einer nach dem anderen nimmt nun zu viel Schulden auf und die Kreditwürdigkeit geht verloren. Schließlich kann sich nur noch die Regierung verschulden … weil es der einzige Sektor, der Geld drucken kann!

Diesem Zustand nähern wir uns bereits in Japan an. Dort kauft die Zentralbank etwa 100%  Schuldenemissionen der japanischen Regierung.

Rezessionswarnung

Wenn die Feds Papiergeld ausgegeben häffsn, wären die Preise gestiegen. Auch in einer Rezession oder einer Schuldendeflation würde das Geld noch da sein. Geld aus der Druckerpresse erhöht permanent die Preise.

Aber ein Kredit-Geldsystem ist anders. Jeder neue Dollar, der in das System kommt, ist auch ein weiterer Dollar an Schulden.

Jetzt haben die amerikanischen Verbraucher, Unternehmen und Regierung zusammen einen Schuldenberg von über 60 Billionen US-Dollar angehäuft Der Schuldenberg verlangsamt alles. Er schwächt das Wirtschaftswachstum. Und am wichtigsten ist, ist, das alles dem Kreditzyklus unterliegt … und dem „Untergangsapparat“, der in das System eingebaut ist.

Eine Rezession kommt in den USA

Wenn sie nicht bereits begonnen hat, wird sie wahrscheinlich innerhalb von sechs Monaten einsetzen. Wenn das geschieht, fallen die Aktienkurse.

Dies wird eine ähnliche Wirkung wie die Krise von 2008 haben … als die Hauspreise fielen. Letztlich stehen nur das Ertragspotenzial der Unternehmen und die Marktkapitalisierung als Sicherheit für die Schulden zur Verfügung. Wenn der Aktienmarkt fällt, verschwinden die Kreditgeber.

Dann zieht sich der Kreditmarkt zusammen und der Untergangsapparat fliegt in die Luft.

Schulden sind nur die Kehrseite des Kredits. Wenn Schulden ausfallen, verschwindet der Kredit. Und dann zerstört das System, das so viel Kredit-Geld geschaffen hat, die Geldversorgung der Nation.

Die Geldmenge wird schrumpfen – plötzlich und dramatisch. Und aus einem kleinen, routinemäßigen Rücksetzer Rücksetzer in der Wirtschaft wird eine katastrophale Panik werden.

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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