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Diese 5 Anzeichen sprechen für ein Ende der US-Wirtschaftskrise

Die US-Wirtschaft gilt neben China als das Zugpferd für die Weltwirtschaft. Entsprechend bedeutend sind die monatlichen Wirtschaftsdaten, die aus Übersee kommen und für Bewegung an den weltweiten Aktienmärkten sorgen.

Galt in den vergangenen Monaten eine Rezession in den USA nicht mehr als ausgeschlossen, mehreren sich die Anzeichen für ein Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA.

Der Grund: Die US-Wirtschaft wuchs nach offiziellen Angaben auch in 2015 um 2,4 % und damit genauso stark wie im Jahr 2014. Auch für 2016 rechnet die Weltbank in den Vereinigten Staaten mit einem Wirtschaftswachstum von 2,8 %.

Die Wachstumsprognosen der Weltbank scheinen nicht unrealistisch, Es gibt also mehrere Anzeichen dafür, dass die USA die Wirtschafts- und Finanzkrise überstanden haben:

1. steigende Konsumausgaben

Dazu gehören zum Beispiel steigende Verbraucherausgaben. Durch die sinkenden Ölpreise haben Konsumenten in den USA wieder mehr Geld in der Tasche und dies macht sich auch in steigenden Verbraucherausgaben bemerkbar.

Im vierten Quartal 2015 zogen die US-Verbraucherausgaben zum Beispiel um 2,4 % an. Dieser Zuwachs mag zunächst als eher gering erscheinen, allerdings zeichnen die Konsumausgaben für mehr als zwei Drittel der wirtschaftlichen Aktivität in den USA verantwortlich – entsprechend bedeutend sind Zuwächse bei dieser wirtschaftlichen Kennzahl.

2. stabiler Immobilienmarkt

Der US-Immobilienmarkt präsentierte sich bereits im Jahr 2015 robust und zeigte leichte Preissteigerungen für US-Immobilien. Dieser Aufwärtstrend setzte sich auch zu Beginn des Jahres 2016 fort.

So stiegen nach Angaben der Greater Capital Association of Realtors im Februar 2016 in einigen Regionen (Washington, Hamilton, Essex, Warren) die Immobilienverkäufe im zweistelligen Prozentbereich, während sich die Immobilienpreise je nach Region unterschiedlich entwickelten. Unter dem Strich überstieg jedoch die Nachfrage das Angebot, heißt es aus der US-Immobilienbranche.

3. steigende Zinsen

Die US-Notenbank FED hat im Dezember 2015 das erste Mal seit Juni 2016 wieder die Zinsen erhöht. Der Leitzins stieg um 0,25 Prozentpunkte auf 0,25 bis 0,5 Prozent. Notenbankchefin Janet Yellen deutet weitere Zinserhöhungen in 2016 an, sollten Preise und Konsumausgaben im laufenden Jahr weiter steigen und sich gleichzeitig der Arbeitsmarkt weiter robust zeigen.

4. sinkende Arbeitslosenzahlen

Auch vom US-Arbeitsmarkt kamen zuletzt ermutigende Zahlen, die auf ein Ende der US-Wirtschaftskrise hindeuten. Allein im Februar 2016 wurden in den USA 242.000 neue Stellen geschaffen, so das US-Arbeitsministerium. Die US-Arbeitslosenquote verharrte zuletzt auf einem 8-Jahrestief bei 4,9 %.

5. moderate Inflation

Sowohl eine Deflation als auch eine hochtrabende Inflation werden als schädlich für die volkswirtschaftliche Entwicklung betrachtet. Ziel der US-Notenbank ist daher ein Inflationsziel von knapp unter 2,0 %. Aufgrund der niedrigen Ölpreise schwankte die US-Inflationsrate zuletzt zwischen 1,0 und 1,5 %.

Fazit: Zwar gibt es gleich mehrere Anzeichen, die für Ende der Wirtschaftskrise in den USA sprechen, doch noch geben Ökonomen noch keine endgültige Entwarnung für die US-Wirtschaft. Der Grund: Die Unternehmensgewinne schrumpfen.

Allein in 2015 gingen laut US-Wirtschaftsministerium die Unternehmensgewinne um 3,1 % zurück – der schlechteste Wert seit 7 Jahren. Bleiben die Unternehmensgewinne auch in 2016 unter Druck, könnte der Aufschwung noch weiter auf sich warten lassen – auch an der Börse.

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Über den Autor Alexander Mittermeier

Alexander Mittermeier kennt sich aus: Mit Aktien, High-Tech-Unternehmen und Geld- und Wirtschaftsthemen. Sein Wissen bringt er bei uns ein.

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