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EBA plant größten Bailout der Geschichte

Die EU sitzt auf einem riesigen Berg notleidender Kredite. 10 der 28 EU-Länder haben mehr als 10 % fauler Kredite in ihrem Bankensystem.

Knapp die HÄLFTE aller Bankkredite in Zypern und Griechenland sind toxisch. Das liegt Welten darüber, was Ökonomen noch als „sicher“ ansehen.

Dann wäre da noch Italien, das 350 Milliarden Euro fauler Kredite im Bankensystem hat. Das ist rund ein DRITTEL der gesamten notleidenden Kredite in Europa.

Das italienische Bankensystem steht kurz vor dem Kollaps und die Regierung hat nicht annähernd genug Mittel zur Verfügung, um das zu verhindern.

Um das Problem in den Griff zu kriegen, hat die Europäische Bankenaufsicht (EBA) nun Alarm geschlagen.

Die Unmassen fauler Kredite sollen reduziert werden, um den Kollaps der EU-Banken zu verhindern. Doch denken Sie nicht, dass die Banken deshalb vorsichtiger bei der Kreditvergabe vorgehen sollen!

Bankenaufsicht plant EU-weite Auffangbank

Der EZB Vize Vitor Constancio hat eine viel „elegantere“ Lösung für das Problem ausgetüftelt. Im Februar verlangte er danach, eine neue Klasse von – staatlich finanzierten – Auffangbanken zu schaffen.

Diese sollen die 1 Billion Euro fauler Kredite aufkaufen und die Bücher der Pleitebanken bereinigen.

Die EBA geht sogar noch einen Schritt weiter. Sie will eine zentrale Auffangbank für den gesamten EU-Raum schaffen.

Laut dem EBA Chef Andrea Enria soll diese Mega-Auffangbank es „viel einfacher machen, eine kritische Masse zu erreichen und so einen gut funktionierenden Markt für wertgeminderte Kredite zu schaffen“.

Enria stellt sich das ganze so vor: Die Banken würden ihre faulen Kredite UNTER dem Buchwert an die EU-Auffangbank verkaufen… aber ÜBER dem aktuellen Marktwert.

Für die Differenz zwischen Marktwert und Buchwert blecht – wer hätte es gedacht – der Steuerzahler.

Europäische Steuerzahler werden zur Kasse gebeten

Die EBA plant ganz bewusst eine EU-weite Auffangbank. Denn laut Enria würden solche Banken auf nationaler Ebene auf zu großen „Widerstand“ der Bevölkerung treffen.

Italienische Kreditgeber könnten ihre faulen Kredite dann weiterhin für ungefähr 40 % des Marktwertes an die Auffangbanken verkaufen – obwohl der ECHTE Marktwert dieser Kredite deutlich niedriger liegt.

Mit anderen Worten: Alles geht so weiter wie gehabt. Nur dürfen Steuerzahler aus GANZ Europa die Zeche berappen.

Diese Masche wäre der größte Banken-Bailout in der Geschichte Europas!

EU-Dokumente nennen diese Schaffung eines – steuerfinanzierten – Parallelmarktes für faule Kredite bereits als hohe Priorität. Die EBA geht davon aus, dass ihre Pläne dieses Frühjahr grünes Licht bekommen.

Und es geht noch weiter! Die selben Dokumente schlagen eine komplette „Umstrukturierung des Bankensektors“ vor.

Laut Industrie-Insidern könnte dies „zu Fusionen zwischen EU-Banken führen, nachdem diese ihre toxischen Kredite verkauft haben“.

Mit anderen Worten: EU-Steuerzahler sollen Hunderte Milliarden Euro zahlen, um NOCH MEHR Banken vor dem Kollaps zu retten (den diese Banken selbst verschuldet haben).

Diese Banken würden dann – nachdem die Bücher bereinigt wurden – den Großbanken auf dem Silbertablett zum Kauf serviert.

Sie als Steuerzahler bekommen als Gegenleistung ein EU-weites Bankensystem vorgesetzt.

Ein System aus Großbanken mit noch mehr Einfluss… die noch weniger staatlicher Kontrolle unterliegen… und die noch anfälliger für Korruption und Missbrauch sind.

Und bereits in diesem Frühjahr will die EBA ihre Pläne in die Tat umsetzen!

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