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Chinas Ponzi-Krise

AIKEN, South Carolina –

Die Chinesen setzen alles auf eine Karte…

Die Preise für Eisenerz schiessen in die Höhe.

Bloomberg berichtet:

„Eisenerz vollzog den stärksten Anstieg in der Geschichte, nachdem die politischen Entscheidungsträger in China ihre Bereitschaft signalisiert hatten, das Wirtschaftswachstum zu stützen; ein verbesserter Ausblick für den Stahlverbrauch entzündete die Spekulation, dass einige Investoren, die gegen den Markt gewettet haben, nun gefangen seien…

„Die Eisenerz- und Stahlmärkte haben eine Amokfahrt hinter sich – mit Fundamentaldaten hat das nichts mehr zu tun. Alles ist stark von der Stimmung getrieben, so Zhao Chaoyue, Analyst bei China Merchants Futures Co. in Shenzhen.

Die Anleger erwarten weitere Lockerung der Geldpolitik durch die chinesische Regierung. Das dürfte die Stahlnachfrage steigern.“

Die Märkte haben einen Amoklauf hinter sich, weil die chinesischen Behörden Amok liefen und die Summe an ausstehenden Krediten auf irrsinnige Weise erhöhten.

Chinas Ponzi-Krise

Hier kommt ein Update, bei dem jeder nüchterne Beobachter taumeln muss …

In den ersten beiden Monaten des Jahres explodierten die Schulden in China – einschließlich des „Schattenbanken“ Systems – um etwa eine Billion Dollar.

Die chinesischen Schulden expandierten mit rekordvedächtigen 5% des BIP- pro Monat!

OH MEIN GOTT!

Warum erhöhen sich die Schulden so extrem … auch wenn die Weltwirtschaft sich verlangsamt?

Warum sollte die Nachfrage nach Eisenerz und Stahl steigen, wenn die Nachfrage nach Fertigprodukten mau ist und weiter fällt?

Denn es steht schon irgendwo in der Bibel, dass man mit einer Amok-Geldpolitik Amok-Preise bekommt, die schlechte Investitionen, Überkapazitäten, und schlechte Verteilung der Ressourcen zur Folge haben …

… man bekommt Booms und Krisen, die noch mehr Amok-Geldpolitik erzeugen.

Und jetzt ist China im Griff einer scheußlichen Ponzi-Krise.

Mehr als ein Viertel seiner Schulden können nicht aus der Realwirtschaft bedient werden. Stattdessen müssen sie refinanziert werden – neue Schulden werden gemacht, um die alten Schulden bedienen zu können.

Die Chinesen brauchen 7,7 Billionen Dollar – eine wahnsinnig hohe Summe, die nicht mit einer realwirtschaftlichen Leistungssteigerung einhergeht.

Was passiert als nächstes?

Wie immer, wissen wir das nicht. Aber wahrscheinlich werden wir wilde Achterbahnfahrten in den Märkten sehen … und einen geringeren Gegenwert für den Renminbi im Vergleich zu anderen großen Weltwährungen.

Da der Preis der chinesischen Einfuhren fällt, werden die Tagestiefst-Preise bei Walmart jeden Tag noch tiefer werden. Gewinnmargen der Unternehmen, die bereits jetzt fallen, werden weiter sinken. Die Aktienkurse werden kollabieren.

Und die Stille der Deflation wird sich auf der Welt niederlassen – wie ein Kissen, das vom Gesicht einer reichen, alten Frau nach unten gedrückt wird….

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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