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Brexit – Volk versus Politiker

Am vergangenen Donnerstag sagten die Briten „Auf Wiedersehen“ und „au revoir“ zur Europäischen Union.

Am Freitag verlor der Dow 611 Punkte. Das entspricht einem Minus von gut 3,5 Prozent.

Was ist los?

Sterbende Ordnung

In Europa und den USA werden die Massen unruhig.

Herr Guy Wróble aus Denver, Colorado, erklärte in einem kurzen Brief an die Financial Times, warum dies gerade jetzt der Fall ist:

„Die alte liberale Weltordnung stirbt, weil das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die durchschnittliche Person in der westlichen Welt nun negativ ist.“

Der Wohlfahrtsstaat hängt von drei Faktoren ab: Bevölkerungswachstum, Produktivitätswachstum und Kreditwachstum. Alle drei haben sich entweder verlangsamt … oder sind bereits negativ. Als Ergebnis können die Volkswirtschaften nicht mehr die Kosten aufbringen, die „Deep State“ und seine Kumpanen ihnen auferlegt haben.

„Deep State“ ist eine Abkürzung für die vielen Menschen in und außerhalb der Regierung. Der italienische Ökonom Vilfredo Pareto bezeichnete sie als „Füchse“, die die politischen Entscheidungen steuern und sie in ihre Richtung auf dem Spielfeld lenken…

Steuern, Vorschriften und Kriege sind nicht zum Wohle der Wähler, sondern einfach nur im besonderen Interesse der ein oder anderen Gruppe.

Menschen gegen Politiker

Die „Füchse“ sind teuer.

Nur ein Beispiel, ein durchschnittliches Haus kostet in den USA im Schnitt rund 180.000 $. In Washington, D. C., kostet es  mehr als $ 500.000. An der Wall Street lag der durchschnittliche Bonus im vergangenen Jahr bei 172.000 $ – das ist sechs Mal höher als der mittlere Jahreslohn eines durchschnittlichen Arbeitnehmers in den USA.

Noch wichtiger ist allerdings, dass die Füchse ein betrügerisches und verderbliches Finanzsystem aufbauten, das dazu verdammt ist, in die Luft zu fliegen.

Die Füchse ersetzten mit Waren besichertes Geld mit Kreditgeld. Das verzerrte die gesamte Wirtschaft, führte zu geringeren Investitionen in der Realwirtschaft, beschnitt das Produktivitätswachstum und beendete das Einkommenswachstum für 90% der Menschen. Letztlich verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum für alle.

Nun wächst die Wirtschaft nicht genug, damit die Politiker ihre Versprechen einhalten können. Inflations- und kaufkraftbereinigt verdient der durchschnittlich arbeitende Mann in den USA heute nicht mehr als vor mehr als 40 Jahren.

Fast das gesamte Einkommenswachstum der letzten 10 Jahren haben sich die Reichen einverleibt. Der einzige Weg, wie der durchschnittliche Wähler vom Wohlfahrtsstaat hätte profitieren können, wäre der Aufstieg in die Einkommensgefilden der superreichen Menschen gewesen.

Und das wird und konnte schlicht nicht passieren. Und zwar aus einem sehr offensichtlichen Grund. Ein Aufstieg zu den Top 1 Prozent wäre ein Aufstieg genau zu den Füchsen, die das System steuern und kontrollieren.

Werden die das zulassen?

Offensichtlich nicht.

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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