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BIZ gesteht – TARGET2 Kredite sind verdeckter Bailout

Die Debatte über die klaffende TARGET2 Imbalanz ist inzwischen in den Massenmedien kein Thema mehr.

Jetzt wo die breite Masse mit anderen Themen abgelenkt wird, rückt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) mit der Wahrheit über die TARGET2 Kredite heraus.

Zur Erinnerung: 2012 „entdeckten“ Finanz-Experten, dass sich in der Eurozone ein klaffender Riss auftat.

Die TARGET2 Forderungen der Bundesbank nahmen im Rekordtempo zu – gleichzeitig stieg der Schuldenberg in südeuropäischen Pleitestaaten, vor allem Italien und Spanien.

TARGET2 Forderungen der Bundesbank

TARGET2_Forderungen_D-IT

Damals reagierten viele Analysten – allen voran die der EZB – mit einem müden Lächeln. Diese massive Imbalanz wäre irrelevant.

Andere, wie Hans-Werner Sinn warnten bereits damals, dass TARGET2 nichts anderes als ein versteckter Bailout für die Länder Südeuropas sei.

Dann, im Januar 2017, liess Mario Draghi die Bombe platzen. Der EZB-Chef gab zu, dass Länder die EU verlassen könnten – wenn sie alle TARGET2 Schulden abstottern (Ich habe Ihnen an anderer Stelle davon berichtet):

„Wenn ein Land das Eurosystem verlassen würde, dann müssten erst sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten der Zentralbank komplett beglichen werden.“

Draghi gab damit indirekt zu, dass der TARGET2 nichts anderes als ein Bailout ist… und Mitgliedsstaaten erst ihre Rechnung begleichen müssen, bevor sie die EU verlassen.

Brisante Offenbarung der BIZ

Doch die BIZ Analysten Raphael Auer und Bilyana Bogdanoma werden im letzten Quartalsbericht noch deutlicher.

Sie bestätigen, worauf ich Sie schon lange hinweise: dass der TARGET2 nichts anderes als ein verdeckter Bailout ist. Mit ihm werden Pleitestaaten vor dem Kollaps bewahrt, ohne dabei die EU-Beschränkungen zur Finanzierung von Mitgliedsstaaten zu brechen.

Im Quartalsbericht der BIZ steht:

„In der Periode bis zur Mitte 2012, stiegen die T2 Bilanzen wegen einer intra-europäischen Kapitalflucht massiv an. […] Privates Kapital floh von Irland, Italien, Griechenland, Portugal und Spanien in Märkte, die als sicherer wahrgenommen wurden, wie etwa Deutschland, Luxemburg und die Niederlande.“

Und weiter:

„Tatsächlich, während dieser Periode schien der Anstieg der T2 Bilanzen mit Sorgen über Staatsrisiken zusammen zu hängen“.

Die BIZ gibt also zu, dass das T2 System nichts anderes als ein verdeckter Bailout ist. Pleitestaaten wurden durch die Hintertür am Leben erhalten, während Privatkapital durch die Vordertür floh.

Ohne diese Kredite in Milliardenhöhe, wäre die Eurozone zerbrochen — der Euro wäre längst Geschichte.

Doch nach diesem Geständnis kommen gleich die nächsten Lügen. Denn diesmal soll laut der BIZ alles ganz anders sein:

„Anders als damals, sollten die [neuen] Rekord T2 Bilanzen allerdings als Beiprodukt einer dezentralisierten Implementierung des Asset Purchase Programme (APP) gesehen werden, nicht als ein Zeichen einer neuen Kapitalflucht“

Achso.

Na dann ist ja alles gut!

Sie müssen sich also keine Sorgen um die 800 Milliarden Euro Forderungen machen, die Deutschland gegenüber Pleitestaaten wie Italien und Spanien hat.

Denn diese Forderungen sind diesmal nur ein „Beiprodukt“ der massiven Geldschwemme, welche die EZB ausgelöst hat.

Die Lage ist viel ernster als 2012

Das ist reine Augenwischerei! Denn tatsächlich ist Lage heut noch weit ernster als 2012. Damals hatten wir noch keinen Mario Draghi, der 60 Milliarden Euro pro Monat druckte, um die Zinsraten künstlich niedrig zu halten.

Damals gab es auch das APP noch nicht, das den kompletten Anleihen-Markt auf den Kopf gestellt. 2012 war der Anleihenmarkt noch ein realistischer Indikator des Staatsrisikos…

Anleihen von Pleitestaaten wie Spanien warfen Rekordrenditen ab. Doch da die EZB inzwischen 11% aller Anleihen im Euroraum besitzt, steht der Anleihenmarkt völlig Kopf. Viele Staatsanleihen notieren heute im Negativbereich.

Sie sehen hier sehr schön, wie die Finanz-Elite vorgeht. Lügen, Lügen, Lügen. Dann, ein paar Jahre später – wenn die Öffentlichkeit längst mit anderem beschäftigt ist – kann man ja ruhig die Wahrheit zugeben.

Nur um dann im nächsten Satz wieder zu lügen, dass sich die Balken biegen.

Der deutschen Wirtschaft werden Milliardenverluste entstehen

Wundern Sie sich nicht, wenn die BIZ im Quartalsbericht 2022 wieder zugibt, was heute jedem klar sein sollte: TARGET2 ist nichts anderes als ein verdeckter Bailout.

Deutschland hat Forderungen in Rekordhöhe gegenüber Pleitestaaten wie Griechenland, Italien und Spanien.

Dieses Geld werden wir niemals wieder sehen. Der deutschen Wirtschaft entstehen dadurch Schaden in Milliardenhöhe. Die gelieferten Waren hätten wir genau so gut einfach verschenken können.

Letztendlich werden SIE als Privatanleger die Quittung bekommen. Die EU-Bürokraten arbeiten bereits unter Hochdruck am Bargeldverbot — um Ihnen noch effektiver das Geld aus der Tasche zu ziehen.

In der nahen Zukunft erwarten Sie Enteignungsmaßnahmen bis hin zum Vermögensschnitt — das Geld wird Ihnen einfach vom Konto abgebucht.

Eines ist sicher: der große Knall kommt. Die Frage ist nur Wann.

Die BIZ gibt zu, was längst jedem klar sein sollte. Über T2 Kredite wurden 2012 Pleitestaaten aus der Patsche gerettet.

Ohne deutsche Steuergelder wäre die Eurozone längst Geschichte. Die T2 Imbalanz ist auf neuen Rekordhöhen — Deutschland hat Forderungen über 800 Milliarden Euro.

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