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Wir baden die verfehlte Geldpolitik aus

Japan druckt oder bucht schon seit über 20 Jahren Geld auf Teufel komm raus. Es hat bislang nichts genützt.

Satt das Wirtschaftswachstum nach vorne zu bringen, ist es sogar wieder ins Minus gerutscht. Alles produzierte Geld dieser Welt hilft nichts, wenn es nicht da ankommt, wo es Nutzen bringt.

Mit der lockeren Geldpolitik der EZB läuft es seit Jahren nicht anders. Jede Maßnahme ist bisher verpufft. Die Geldpolitik der EZB ist gescheitert.

Der Nullnummern-Schock

Es ist schon erstaunlich, wie hektisch die Medien und auch die Märkte am letzten Donnerstag auf die EZB-Entscheidung reagiert haben. Und das, obwohl zum einen schon alles vorher prognostiziert worden war und zum anderen dieser Zinsschritt auf 0% keinen echten monetären Unterschied macht.

Seit Monaten werden die Zinsen gesenkt und kein Mensch sagt etwas dagegen. Erst jetzt, wenn diese absolute Nullkommanull erscheint, dann wird es auf einmal zum Drama.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass die EZB das Bargeld abschafft, dann hat sie die Wirtschaftspolitik Europas voll in der Hand und könnte sogar den Negativzins für den Privatmann einführen. Jeder sollte diese mögliche wirtschaftliche Machtansammlung hinterfragen. Eine absolut gefährliche Entwicklung.

Unsere Kinder erhalten dann die Rechnung

Keine Lebensversicherung und kein Rentenfonds kann mehr die versprochene Rendite erwirtschaften. Die Altersversorgung wird deshalb entweder schmaler ausfallen oder die Beiträge werden steigen. Wir gehen von beidem aus.

Eins ist aber klar: Diese Lücke, die jetzt aufgerissen wird, muss im gleichen Sozialsystem von unseren Kindern geschlossen werden. Zudem wurden auch viele Flüchtlinge aufgenommen, die unser Sozialsystem noch über Jahre belasten werden, sofern ihre Integration auf den Arbeitsmarkt nicht schnell gelingt.

Der Euro bleibt hart … aber warum?

Nichts passiert ohne Grund. Daher ist es schon erstaunlich, dass der EUR so stark ist. Grundsätzlich gibt es eigentlich keinen Grund dafür. Aktuell wird Europa und vor allem Deutschland destabilisiert. Sei es mit Flüchtlingen, VW-Tragödien, illegalen CDs aus der Schweiz oder einem wahrscheinlich aus dem Ausland finanzierten Rechtsrutsch.

Je schlechter die Nachrichtenlage wird, desto stabiler ist unsere Währung. Hier ist deutlich die Handschrift eines ehemaligen Goldman-Sachs-Chefs zu erkennen. Der EUR soll hart bleiben, damit die amerikanischen Güter nach Beschluss des TTIPs besser gekauft werden können.

Aktuell spricht absolut nichts für einen stabilen Euro. Er wird aber in Zukunft innerhalb eines Korridors bleiben. Mittlerweile haben wir uns schon fast vom Prinzip der Parität entfernt, da der Kurs ständig durch die Notenbanken gestützt wird.

Als technischer Analyst ist es daher nicht ganz einfach, Prognosen zu erstellen, da wir seit letztem Donnerstag nur noch von einem sehr kurzfristig prognostizierbaren Markt sprechen können.

Mittelfristig ist aktuell kein Markt vorhanden, sondern nur eine Planwirtschaft der Notenbanken. Schimpfen hilft aber nichts, wir müssen uns mit den Märkten arrangieren. Solange wir im kurzfristigen Markt agieren können, haben wir die Möglichkeit, Gewinne zu erzielen.

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Über den Autor Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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