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Wie der betrügerische Dollar den Kapitalismus zerstörte

Baltimore

Heute kehren wir hier im Tagebuch zum großen Geldskandal zurück.

Jüngst hörten wir beim Freedom Fest in Las Vegas dem Autor und Ökonomen George Gilder bei einem Gespräch zu.

Er ist ein Genie. Wir bedauern es nun sehr, dass wir uns im Jahr 1999 über ihn lustig gemacht haben.

Damals war er schlichtweg abgehoben. Er war übermäßig begeistert von der dot.com-Revolution. Sein Kopf war wahrlich nicht mehr geerdet – er schien in die Sache vernarrt gewesen zu sein.

Aber jetzt sind seine Füße wieder auf festem Boden. Und er hat uns einen sehr großen Dienst erwiesen und uns dabei geholfen, noch mehr Punkte zu verbinden.

„Geld ist nicht Reichtum“, sagte er. „Es misst nur Reichtum.“

Das verzerrte Gesicht des Systems

Oder wie Steve Forbes (den haben wir in Las Vegas auch getroffen) es ausdrückte: Geld soll wie eine Uhr sein, zuverlässig die Stunden und Minuten und Sekunden des Tages messen.

Aber die Fed gibt vor, dass Geld wahrer Reichtum ist. Durch den Versuch, mehr Geld in die Wirtschaft zu injizieren (indem es einfacher und billiger zu bekommen ist) … ist es so, als ob man die Uhr künstlich verlangsamen würde, um den Tag zu verlängern!

„Nach 1970“, schreibt Gilder in seinem neuen Buch, The Scandal of Money, „verdreifachte die Finanzindustrie nahezu ihren Anteil an der US-Wirtschaft und auch bei den privaten Krediten gab es fast eine Verdreifachung in Relation zum BIP.“

Der betrügerische neue Dollar der Feds verzerrte das gesamte System. Die Kreditinflation ließ die Vermögenspreise ansteigen…und belohnte die Menschen, die Handel damit betrieben, überaus reich.

Nichts ist, wie es scheint

Es belohnte auch die Menschen, die im Besitz der Vermögenswerte waren – die Reichen. Die oberen 10 % der Lohnabhängigen beanspruchten 33 % des Volkseinkommens im Jahr 1971 für sich. Bis zum Jahr 2010 ging es für sie weiter auf sage und schreibe 50 Prozent des Volkseinkommens bergauf.

Gleichzeitig ist der mittlere Lohn für einen amerikanischen Mann im arbeitsfähigen Alter um 27 % gesunken. Für einen Mann ohne College-Ausbildung ist der Verlust noch katastrophaler: Er hat fast die Hälfte seines realen Einkommens verloren.

„Ein Scheitern des Kapitalismus“, sagen die Nobelpreis gekrönten Ökonomen dazu, die Politikmacher, die Bestseller-Autoren und die ehemaligen Finanzminister.

Aber das Post-1971-System war nicht der Kapitalismus. Es war zentrale Planung und Vetternwirtschaft.

Und sein Maßstab – der Dollar – war nicht mehr echtes Geld.

Er war unecht.

Betrügerisch eben.

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Über den Autor Bill Bonner

Im Jahr 1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist.

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