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Was sind Devisen?

Als Devisen bezeichnet man in Bezug auf den Finanzmarkt, auf fremde Währung lautende ausländische Zahlungsmittel. Im Devisenhandel sind Devisen konkret als der Anspruch eines Kunden auf Zahlungen in fremder Währung zu verstehen, wie zum Beispiel in Form eines Guthabens bei ausländischen Banken oder auf fremde Währungen laufende Schecks, die im Ausland ausbezahlt werden können.

Eine Währung wird für eine andere Währung eingetauscht

Alltäglich ist der Umgang mit Devisen selbstverständlich bei Reisen ins Ausland, wobei die eigene Währung in die fremde Währung getauscht wird. Damit wird bereits das Hauptmerkmal des Devisenhandels deutlich: Ein Zahlungsmittel kann nur gegen ein anderes eingetauscht werden, man kann nicht eine Währung für sich erwerben. So kann man den Euro beispielsweise in Dollar umtauschen lassen.

Mengennotierung und Preisnotierung

Bei der Notierung der Kurse eines solchen Devisenkurses gibt es zwei Möglichkeiten: die Mengennotierung und die Preisnotierung. Bei der Mengennotierung wird angegeben, wie viele Einheiten der Fremdwährung pro eine Einheit der eigenen Währung erworben werden können. Zum Beispiel kann ein Euro für 1,25 US-Dollar erworben werden. Die Preisnotierung gibt an, wie viele Einheiten der inländischen Währung gezahlt werden müssen, um eine Einheit der ausländischen Währung zu erwerben, zum Beispiel 1 US-Dollar zu 0,8 Euro.

Weltweit über 160 Währungen

Es existieren weltweit immer noch über 160 Währungen. Das offizielle Zahlungsmittel einer Region macht diese zum Währungsraum; die Einflusskraft einer Währung hängt mit der Größe des Währungsraums und der volkswirtschaftlichen Potenz der jeweiligen Regionen zusammen. Ebenfalls eine Rolle spielen die politische Stabilität, die Zinspolitik der Zentralbank und auch die Inflation.

Gemessen am Handelsvolumen stellen sowohl der US-Dollar, der Euro als auch der japanische Yen die weltweit am häufigsten gehandelten Währungen beziehungsweise Devisen dar. Da mit den Gütern und Dienstleistungen der USA, Europas und Japans global gesehen der größte Handel betrieben wird, werden vor allem deren jeweilige Währungen untereinander getauscht. Daher sind die drei Währungen wirtschaftlich besonders relevant.

Der US-Dollar ist besonders einflussreich

Eine spezielle Besonderheit kommt dem US-Dollar zu. Die Devise gilt als Weltwährung und wird zum Beispiel beim Kauf von Rohstoffen wie Gold, Öl und Co.  verwendet. Das kann auch für Geschäfte zwischen zwei Firmen gelten, die beide nicht aus der USA stammen, aber trotzdem mit dem Dollar handeln. Außerdem wird der US-Dollar in manchen Ländern zur führenden Währung, wenn die Heimatwährung in jenem Land eine zu hohe Inflationsrate aufweist.

Der Handel mit Währungen ist einer der liquidesten und robustesten Märkte der Welt. Schätzungen zufolge liegt das tägliche Volumen des Devisenhandels bei mehr als 5 Billionen US-Dollar pro Tag (2016, Quelle: Statista). Damit übertrifft der Markt den Gesamtwert des weltweiten Aktienmarktes um Längen und ist der Markt mit dem größten Handelsvolumen überhaupt.

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Über den Autor
Felix Reinecke

Nach mehreren Stationen bei renommierten deutschen Tageszeitungen berichtet er seit 2016 regelmäßig für den Investor Verlag über die wichtigsten Ereignisse in der Wirtschaftsbranche - egal ob Mittelstandsunternehmen von der schwäbischen Alb oder IT-Konzern aus dem Silicon Valley.

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Herausgeber: Investor Verlag | VNR Verlag für die deutsche Wirtschaft AG
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