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Vom Tauschhandel zu PayPal – die Geschichte des Geldes

Der Handel an sich ist so alt wie die Menschheit selbst. So konnte man sich schon in grauer Vorzeit gegenseitig helfen dabei helfen, alle Bedürfnisse zu decken. Anfangs wurden Waren einfach gegeneinander ausgetauscht. Vor allem bei Lebensmittel hatte dies jedoch einen entscheidenden Nachteil. Man musste sie nämlich entweder direkt weitertauschen oder eben verbrauchen. Im sechsten Jahrtausend vor Christus begannen die Menschen daher, auf anderes Tauschmaterial zurückzugreifen. Es musste relativ selten und unverderblich sein, um überall Anerkennung zu finden. Beispiele für frühes „Geld“ sind Salz, Muscheln oder Vieh. Aber auch Edelmetalle wie Gold oder Silber wurden schnell zu allgemein akzeptierten Zahlungsmitteln.

Die ersten Münzen

Das erste „richtige“ Geld, sprich die ersten geprägten Münzen, haben wir einem Mann zu verdanken, der noch heute sprichwörtlich für Reichtum steht: Dem lydischen König Krösus. Er kam im sechsten Jahrhundert v. Chr. auf die Idee, eine Mischung aus Gold und Silber mit seinem Siegel zu versehen und so zum offiziellen Zahlungsmittel in seinem Reich zu machen.

Dieses neue Konzept fand schnell Nachahmer im gesamten Mittelmeerraum. Besonders in Griechenland und im römischen Reich florierte die vereinfachte Form des Handels. Im Gegensatz zu früheren Währungen war bei Münzen der Wert klar erkennbar; außerdem hatten sie durch die Prägung einen offiziellen Charakter und galten als absolut fälschungssicher.

Wichtiger Einschnitt im deutschen Reich

Aus deutscher Sicht ist das Jahr 1356 besonders interessant. In der Goldenen Bulle legte Kaiser Karl IV das Königswahlrecht neu fest. Es ging an sieben Kurfürsten, die im Zuge dieser Reformation auch jeweils ein eigenes Münzprägerecht erhielten.

Der überregionale Handel wurde dadurch allerdings erschwert, da die Münzen nur im Herrschaftsgebiet des jeweiligen Kurfürsten anerkannt waren. Wollte man in einer fremden Region Handel treiben, musste man sein Geld erst unter Verlusten umtauschen.

Die Entwicklung des Papiergelds in Europa

Papiergeld tauchte erstmals im 11. Jahrhundert in China auf. Diese ersten Banknoten waren allerdings näher an Schuldscheinen als an Geld und wurden auch schnell wieder abgeschafft, da der Kaiser sein Währungsmonopol gefährdet sah. Ausstellen konnte man sie sich nämlich gegenseitig.

In Europa dauerte es bis zum Ende des 15. Jahrhunderts, ehe in Spanien erstmals Papiergeld ausgegeben wurde. Es folgten unter anderem die Niederlande und Schweden. Das Modell scheiterte zunächst daran, dass die Banken oft zu viel Geld herausgaben, was die Inflationsrate in die Höhe schnellen ließ.

Erst im Jahr 1776 gelang es in Großbritannien, ein stabiles Papiergeldsystem zu etablieren. Bis sich diese Entwicklung im Rest Europas ausgebreitet hatte, dauerte es weitere hundert Jahre, denn die Banken waren nach den vormals schlechten Erfahrungen sehr vorsichtig geworden.

Der Siegeszug des Plastikgelds

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Kreditkarte als Bargeldersatz flächendeckend. Ihre Nutzung brachte entscheidende Vorteile mit sich. Niemand musste mehr große Mengen an Barem mit sich herumtragen, und auch sehr hohe Beträge konnten direkt und unkompliziert beglichen werden. Außerdem ist die Kreditkarte bis heute ein weltweit anerkanntes Zahlungsmittel, so dass man es sich auch sparen kann, sein Geld erst in die Landeswährung umzutauschen, wenn man sich im Ausland aufhält.

Onlinezahlungen nehmen stetig zu

Die neueste Entwicklung beim Zahlungsverkehr sind Online-Portale wie PayPal. Bezahlen ist damit so einfach wie nie zuvor. Wenige Mausklicks reichen aus, um Rechnungen zu begleichen oder bei Versandhäusern bestellte Ware direkt zu bezahlen. Wie die Kreditkarte hat es auch diese Methode nicht geschafft, das Bargeld abzulösen, sie erfreut sich aber dennoch immer größerer Beliebtheit. Besonders die mobil getätigten Zahlungen nehmen zu – in Deutschland, aber auch im Rest der Welt.

Wertkonstante Gold

Betrachtet man die Geschichte des Geldes, so stößt man auch auf viele Phasen extremer Inflation. Und manche Währung, die einst stabil und wertbeständig war, ist heute gar nichts mehr wert. Anders ist das bei Gold. Dieses Edelmetall hat über Jahrtausende hinweg nie ganz an Wert verloren, auch wenn der Preis mitunter starken Schwankungen unterlag. Und in der Entwicklung des Geldes hat es eine wichtige Rolle gespielt. Zunächst war es auch in Rohform ein beliebtes Zahlungsmittel, später wurde es zur Herstellung von Münzen verwendet und schließlich wurde der Goldstandard eingeführt, der besagte, dass das Geld, das in einem Land im Umlauf war, stets durch Gold gedeckt sein musste.

Als langfristige Kapitalanlage ist Gold nach wie vor sehr beliebt. Wer bei zertifizierten Händlern wie feingoldhandel.de Barren oder Münzen erwirbt, kann zwar nicht auf schnelle Gewinne hoffen, geht aber auch nicht das Risiko ein, sein Geld zu verlieren.

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