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Der Wahlkampf in den USA wird den US-Dollarkurs bestimmen

Wir kommen langsam in die heiße Phase des US-Wahlkampfs: Es sind nur noch zwei Kandidaten im Rennen. Es ist also verständlich, dass sich die Analysten Gedanken über die Konsequenzen machen, wenn Donald Trump beziehungsweise Hillary Clinton die Wahl gewinnt.

US-Wahl: Die Wahl des kleineren Übels?

In einem herrscht Einigkeit: Beide Kandidaten sind extrem umstritten. Während sich Hillary Clinton etwas strukturierter und liberaler zeigt, polarisiert Donald Trump und lässt keine Gelegenheit aus, seine harte Linie zu fahren.

So drückte er beispielsweise seine Bewunderung für Vladimir Putin aus und unterstrich seine damit seine Haltung. Sicherlich taktieren die Kandidaten in diesem Wahlkampf sehr viel und Trump hat mit seiner Botschaft vielleicht versucht, die Fronten zwischen den USA und Russland etwas zu glätten.

Eine andere Deutung lässt vermuten, dass Trump in den USA insgeheim eine Diktatur anstrebt. Dies ist ein Szenario, das so in den USA natürlich nicht umzusetzen ist. Es zeigt sich aber immer wieder deutlich, dass es für Trump kaum Kompromisse gibt.

Dies erzeugt bei der Bevölkerung eine gewisse Bewunderung. Allerdings ist Trump extrem launisch und das wird sich negativ auswirken. Man bekommt das Gefühl, dass seine Ansichten und Worte davon abhängen, mit welchem Fuß er morgens aufgestanden ist.

Politische Erfahrung, aber …

Hilary Clinton hingegen, sollte vielleicht vor der Kamera den Kleiderbügel aus dem Mund nehmen. Denn kein Mensch kann so dauerhaft lachen wie sie – doch vielen Amerikanern gefällt es. Und: Sie hat positive Eigenschaften, die nicht übersehen werden dürfen.

Sie bringt als ehemalige Außenministerin, als Senatorin und als Gattin eines ehemaligen Präsidenten sehr viel politische Erfahrung mit. Aber, sie ist mit ihren Aussagen auch ein wenig zurückhaltender. Und das sorgt für ein großes Fragezeichen, weil man sie nicht genau einschätzen kann.

Wie wird der US-Dollar nach dem 8. November reagieren?

Dass beide Kandidaten nicht auf unserer Wunschliste stehen, ist klar. Wir gehen aber davon aus, dass im Fall eines Wahlsieges von Donald Trump der USD kurzfristig an Stärke gewinnen wird.

Wird Hilary Clinton Präsidentin, wird der EUR zulegen. Es werden aber nur kurzfristige Reaktionen am Markt spürbar sein, da die Investmentfonds sich sehr kurzfristig entscheiden werden, welche Handelsseite sie wählen.

Auf jeden Fall wird es spannend, wenn die Umfragewerte konkreter werden. Wir müssen uns daher schon im Vorfeld auf größere Schwankungen einstellen.

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Über den Autor
Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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