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Anlage in norwegischen Kronen – Teil 2

*** Weiter geht´s mit dem Thema Anlage in norwegischen Kronen (NOK).

Eine Alternative zum Kauf von NOK-Anleihen ist ein Fremdwährungskonto.

Da ist die Verzinsung noch deutlich geringer als bei den Anleihen…aber wenn man wie der Leser „ein paar tausend Euro in NOK für alle Fälle parken“ möchte, könnte das auch eine Überlegung sein.

Ich habe zwei Anbieter für ein NOK-Konto ausfindig gemacht:

Die comdirect Bank („Währungsanlagekonto“) und die Nordnet Bank.

Guthabenzinsen unter 1,0% p.a.

Zudem müssen Sie auf die Bonität der Bank achten, Einlagensicherungsfonds etc. Dafür haben Sie keinerlei Kursänderungsrisiko wie bei einer Anleihe. Ich persönlich würde allerdings dennoch lieber auf die Anleihen in NOK setzen. Gläubiger norwegischer Staat. Dann gibt es noch ein bisschen mehr Rendite und die Sicherheit ist topp. Nur meine persönliche, unmaßgebliche Ansicht, keine Empfehlung!

*** Dann schreibt mir Trader´s Daily-Leser Gustav N.:

„In diesen Zusammenhang fällt mir eine mich schon lange beschäftigende Frage ein. In wie weit finden Währungsschwankungen ihren Niederschlag in Aktienkursen? Kurzfristig dürfte das sich kaum bemerkbar machen. Aber wie ist es mittel- und langfristig? Findet bei in Deutschland gehandelten Papieren aus Fremdwährungsländern die Kursveränderung der Währung Ihren Niederschlag im EURO-Aktienkurs?“

Meine Antwort:

Da kommt es zunächst einmal darauf an, wo der Kurs der Aktie „gemacht“ wird. Es gibt kleinere Explorer-Aktien, die ihren Firmensitz vielleicht in Kanada haben, wo aber die größten Umsätze an deutschen Börsen stattfinden. Dann wird der Kurs im Grunde da „gemacht“. Währungsfaktor dann fast vernachlässigbar.

Anders z.B. bei großen US-Aktien. Da ist die Heimatbörse – auch was die Umsätze betrifft – zum Beispiel die Nasdaq.

Der Euro-Aktienkurs einer solchen Aktie errechnet sich dann im Grunde so: Notierung an der Heimatbörse, umgerechnet in Euro. So einfach ist das.

Währungsschwankungen finden so direkt „Niederschlag im Aktienkurs“.

Deshalb gilt bei Fremdwährungs-Aktien mein Blick auch immer der Währung, in der diese Aktie an der Heimatbörse notiert. Bitte handhaben Sie das genauso! Wenn Sie z.B. auf thailändische Aktien setzen möchten, dann sollten Sie auch einen Blick auf die thailändische Währung – den Baht – richten.

Was bringt es, wenn die von Ihnen ausgewählte Aktie um 10% steigt (in Baht) – gleichzeitig der Baht wegen politischer Unruhen um 15% fällt?

Nichts bringt es, bzw. sogar ein Minus der Position, in Euro gerechnet.

*** Soviel für diese Woche. Morgen ist Lesertreffen in Stuttgart (von Lesern/Leserinnen meiner „Rohstoff Signale“, und auch einige Mitglieder der Trader´s Daily-Gemeinde sind mit am Start, freue mich entsprechend arg).

Dann ist ja auch die Anlegermesse „INVEST“ in Stuttgart, wo ich am Samstag aufschlagen werde. Wenn Sie auch da sind und mich am Stand des Verlags sehen und mich sprechen möchten – einfach ansprechen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Michael Vaupel

Michael Vaupel ist Rohstoff- und Derivate-Experte. Der 40-jährige hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Volkswirtschaftslehre studiert.

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Alte Kommentare
  • Momsen schrieb am 22.04.2010, 13:47 Uhr

    warum empfehlen Sie den Leuten nicht einfach Norwegische Kronen in bar hinzulegen, warum dieses um die Ecke denken und Tausend Umwege einschlagen? Nur Bargeld ist Geld, während alles andere nur Buchgeld ist.

    • wolfgang spahl antwortete am 22.04.2010, 17:22 Uhr

      Bei dieser schmalen Rendite könnte nur eine evtl. Aufwertung der Norw. Krone etwas bringen?! Wie schaut es dennn in dieser Hinsicht mit australischen Staatsanleihen aus? Werden diese hier bei uns gehandelt udn was bringen sie?

  • Jürgen Sander schrieb am 22.04.2010, 14:25 Uhr

    Anlage in norwegischen Kronen Frage: Wenn der Euro 20-50 % oder mehr in die Knie geht wie wird sich dann die NOK verhalten. Wird sie sich dem EUR anpasssen, dann wäre eine Anlage in NOK sinnlos. Vielen Dank für Ihr Kommentar. MfG. Sander

    • ludwig antwortete am 23.04.2010, 16:13 Uhr

      herr sander,ich verweise auf meinen kommentar on heute

  • H Weber schrieb am 22.04.2010, 14:48 Uhr

    Interessant wäre noch, wie sich die Krone im Falle einer Währungsreform (Euro, US-Dollar) voraussichtlich verhalten würde. Haben Sie eine Idee dazu? Ist die Krone auch dann womöglich ein "sicherer Hafen"?

  • Berger schrieb am 22.04.2010, 22:20 Uhr

    Das Beispiel mit dem Baht in Thailand eignet sich wohl im Augenblick nicht so gut: Trotz politischer Unruhen steigt der Baht gegen den Euro unentwegt, 20 % seit Anfang 2010.

  • ludwig schrieb am 23.04.2010, 16:10 Uhr

    hallo,ich möchte daraufhinweisen,dass die nok gegenüber den euro seit 1.7.09 v0n 9,15 auf jetzt 7,87 aufgewertet hat,entspr. ca 14 %.wenn der euro weiter schwächelt wird die nok weiter zweifelsfrei aufwerten.wirtschaftliche zwänge können naturgemäß auch zu belastungen führen-wo steht dann aber der euro.wenn eine neue währung aufgestellt wird sollte die nok nur indirekt davon betroffen sein.neue ansätze und mechanismen der währungen untereinander sind aufzustellen.das ist meine meinung.