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Niedrige Inflation – kein Problem für uns

Es hört nicht auf, ganz im Gegenteil. Die EZB weitet sowohl zeitlich gesehen als auch von der Obergrenze sein Anleihekaufprogramm weiter aus. Letzte Woche war es dann soweit. Erstmals verkündete die EZB, dass der angekaufte Betrag sich aktuell auf 1.001 Milliarden EUR beläuft.

Viel gedrucktes Geld und keine Inflation in Sicht

Es ist kaum zu glauben. Man schätzt, dass sich die Geldmenge in den letzten vier Jahren auf unserem Globus mehr als verdoppelt hat. Die Preise (und damit die Inflation) sind aber im Durchschnitt nicht angestiegen. Solange die Inflationszahlen auf diesem Niveau verharren, wird die EZB unter Führung von Mario Draghi sein Anleihekaufprogramm fortführen.

Den größte Nutzen hat der Staat

Für die einzelnen Staaten ist der aktuelle Zustand ein willkommenes Geschenk. Der deutsche Staat hat sich im letzten Jahr ca. 120 Mrd. EUR an Steuerlast sparen können. Das dürfte so ziemlich genau der Betrag sein, der dem deutschen Sparer aktuell abgeht.

Fördert die EZB den unlauteren Wettbewerb?

Die Ausweitung des Anleihekaufprogramms bezieht sich jetzt nicht mehr nur auf staatliche Papiere, sondern wurde auch auf die Anleihen großer deutscher Firmen wie Siemens, Telekom oder auch Bosch ausgeweitet. Somit fördert die EZB private Firmen. Kleine Gesellschaften haben zu dieser Art der Refinanzierung nicht die Möglichkeit. Streng genommen ist das nicht die Aufgabe der Notenbanken und fördert somit in einem ungleichen Maße.

EUR weiterhin stabil

Trotz des anhaltenden Geldmengenwachstums, müsste der EUR schon wesentlich niedriger bewertet werden. Dies ist nur deshalb noch nicht eingetreten, da die anderen Länder genauso verfahren wie die EZB. Somit gleicht sich alles wieder aus. Der EUR/USD hat sich aktuell in einer Handelsrange von 1,10 und 1,13 festgebissen.

Wir gehen auch davon aus, dass sich bis zum Jahresende nichts an dieser Handelsspanne ändern wird.

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Über den Autor
Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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