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Multi-Währungskonto und Steuerfreiheit!

Fremdwährungen sind ausländische Zahlungsmittel in Form von Devisen (Buchgeld) oder Sorten (Bargeld).

Allerdings können die offiziellen Währungen ausländischer Staaten nicht nur für den Zahlungsverkehr verwendet werden, sondern vor allem auch zur Wertaufbewahrung und zur Risikodiversifikation in der Kapitalanlage.

Der internationale Handelsplatz für Devisen nennt sich Forex (Foreign Exchange).

Der Währungsmarkt ist hochliquide und rund um die Uhr handelbar

Die Forex ist der umsatzstärkste und liquideste Markt der Welt mit einem Tageshandelsvolumen von über 4 Billionen US-Dollar. Dieser gigantische Markt ist nicht vergleichbar mit einer Börse an einem bestimmten Ort.

Der internationale Devisenhandel ist vielmehr ein Netzwerk von unzähligen Banken, Börsen und Brokern weltweit. Durch die Zeitverschiebung in Kombination mit der Vielzahl an Marktteilnehmern ist der Devisenmarkt 24 Stunden an jedem Tag zugänglich.

Fremdwährungskonten fallen mittlerweile unter die Einlagensicherung

Für zahlreiche Privatanleger bedeutet es nach wie vor eine gewisse Hürde, Fremdwährungsinvestitionen sinnvoll in die Praxis umzusetzen, auch wenn die Zugangs- und Handelsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen haben.

Die einst fehlende Einlagensicherung bei Fremdwährungskonten ist mittlerweile ebenfalls behoben.

Nach dem relativ neuen Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) sind Guthaben auf Fremdwährungskonten seit dem 03.07.2015 gesetzlich bis zu einer Höhe von 100.000 Euro vollständig geschützt. Das „vollständig“ relativiere ich dennoch.

Die Einlagensicherung besteht nämlich nur so lange, wie das gesamte Einlagensicherungssystem auch stabil bleibt. Bei einem Banken- oder Eurocrash werden diese Garantien zu einer unhaltbaren Scheinsicherheit.

Dennoch: Sie sollten Ihr Vermögen nicht auf einen Weltuntergang ausrichten, sondern ausgewogen diversifizieren. Getreu einer alten Weisheit aus meiner schwäbischen Heimat: „Wer streut, rutscht nicht aus“.

Das gilt für den Winter wie für Ihr Wertpapierdepot.

Fremdwährungen diversifizieren und stabilisieren

Damit Sie auch im Fremdwährungsbereich eine ausgewogene Depotstruktur erreichen, sollten Sie eine Verteilung auf unterschiedliche Anlagewährungen vornehmen. Fremdwährungen diversifizieren und stabilisieren Ihre Vermögenswerte.

Ein Fremdwährungskonto ist im Prinzip ein normales Bankkonto, das lediglich in einer ausländischen Währung geführt wird. Wie bei Giro- oder Tagesgeldkonten auch sind Guthaben auf Währungskonten täglich verfügbar.

In der Praxis werden Fremdwährungskonten meist als reine Abwicklungskonten im Zusammenhang mit einem Wertpapierdepot eingesetzt.

Steuervorteil Währungskonto: Kursgewinne sind nach einem Jahr steuerfrei

Wenn Sie als Anleger beispielsweise hauptsächlich amerikanische Aktien an der US-Heimatbörse in US-Dollar oder Schweizer Aktien in Schweizer Franken an der Börse Zürich kaufen, macht ein Währungsabwicklungskonto bei Ihrer Bank oder Ihrem Online-Broker allein schon aus Kostengründen Sinn.

Dadurch entfällt die ansonsten bei jeder Order fällige Währungskonvertierung, bei der die Banken sehr häufig kräftig mitkassieren.

Neben den Kostengesichtspunkten und den Chancen auf Währungsgewinne bieten Fremdwährungskonten einen weiteren, sehr attraktiven steuerlichen Vorteil: Die Kursgewinne, die Sie aus Devisengeschäften erzielen, sind nach Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr nach wie vor komplett steuerfrei.

Geheimtipp: Das Multi-Währungskonto

Immer mehr Banken bieten mittlerweile Währungskonten an, ohne dass diese an ein Wertpapierdepot gekoppelt sein müssen.

Dennoch habe ich bei meinen aktuellen Recherchen bei fast allen bekannten Discountbrokern ein zu geringes Angebot und zahlreiche Fallstricke vorgefunden.

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Über den Autor
Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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