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Wieso der EUR/USD nicht vorankommt

Vor genau zwei Wochen stand der Euro in US-Dollar an der gleichen Stelle wie aktuell, nämlich bei knapp 1,20. Damals stand der Optionstermin für Währungsoptionen bevor.

Ich rechnete mit einem Anstieg, aber erst ein Schlusskurs über 1,2014 wäre für mich relevant gewesen, damit die Marke von 1,21 nicht nur angegriffen worden wäre.

Am Freitag vor zwei Wochen stieg der Euro bis auf 1,2094, kurzzeitig, schnell und dann von starken Gewinnmitnahmen gebeutelt. Resultat: kein Schlusskurs über 1,2014. Die Gewinnmitnahmen verstärkten sich bis 1,1834.

Damit das klar ist: runde Zahlen sind wichtig!

Wer immer noch denkt, dass runde Zahlen wie zum Beispiel 1,10, 1,20 oder 1,30 nicht als Unterstützung oder Widerstand dienen, dem wird hier gezeigt, dass dem doch so ist. Seit fast einem Monat kämpft der Euro sich ab, die 1,20 zu überschreiten. Er schafft es einfach nicht.

Ein Grund dürfte die rote, obere Widerstandslinie im nachfolgenden Chart sein. Diese ist abgeleitet von der unteren braunen Unterstützungslinie. Man verschiebt einfach die Linie parallel nach oben, bis man einen Hochpunkt erwischt. Dieser Widerstand verläuft momentan bei 1,2025.

Quelle: www.lp-software.de/bopp

Langfrist-Chart zeigt ebenfalls Widerstand bei 1,2078!

Was Sie allerdings im Tageschart nicht in Abbildung 1 sehen, sondern nur im langfristigen Chartbild ab 1987 nachfolgend, ist die rote Widerstandslinie bei 1,2078.

Quelle: www.lp-software.de/bopp

Der Euro in US-Dollar ist im Jahr 2010 und 2012 an dieser Marke immer wieder nach oben abgeprallt. Aus Unterstützung wird Widerstand, so die Regeln der Charttechnik.

Im Großen und Ganzen macht der EUR/USD momentan eine Pause, um Luft zu holen für eine weitere – gültig bis auf weiteres! Aufwärtsbewegung Richtung 1,26. Wie gesagt, erst wenn 1,2122 nach oben gekreuzt wird!

Bewegung nach FED

Jetzt hat natürlich gestern die amerikanische Notenbank für Bewegung gesorgt. Ab 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist der Euro auf einmal eingebrochen und bis unter 1,19 abgerutscht. Ist das die Trendwende?

Laut Abbildung 1 nein! Dieser Chart zeigt eine Unterstützung bei 1,1722. Erst wenn diese Marke nach unten gekreuzt wird, geht es vielleicht noch mal deutlich weiter.

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