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GBP/USD – Jetzt wird es interessant

Der Brexit hat für das britische Pfund im letzten Jahr zu einem dramatischen Kursrutsch geführt, nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber dem US-Dollar.

Während im Jahre 2001 und 2009 die Unterstützung bei 1,35 gehalten hat, ging es Mitte 2016 ohne Probleme unten durch. Das bisherige Allzeittief wurde 1985 bei ca. 1,0464 generiert.

Die Charttechnik ließ begründete Hoffnung zu, dass dieses bisherige Tief in einem extrem starken Abwärtstrend das große Ziel sein wird, wenn wichtige Unterstützungslinien unterschritten sind.

Gegenbewegungsende naht oder nicht?

Im nachfolgenden Kursverlauf ab 1978 ging es dann doch nicht so tief. Vielmehr stoppte der Abwärtstrend wieder mal an einer runden Zahl, nämlich bei 1,20. Gestern sprach ich schon darüber betreffend meiner Analyse des Euro in US-Dollars.

Auch im GBP/USD gilt das. Mehrere Monate ging es dort hin und her und eine Gegenbewegung nach oben startete, weil der US-Dollar grundsätzlich schwach wurde gegenüber anderen wichtigen Währungen. Da gewann das Pfund ebenfalls – trotz Brexit!

Vor einigen Tagen erhöhte dann die britische Zentralbank darüber hinaus auch noch die Zinsen und der Schub nach oben verstärkte sich. Die Zinserhöhung hatte keiner auf dem Plan. Der Aufwärtsbewegung folgend setzten Verlustbegrenzungs-Order ein, die die Bewegung noch verstärken.

Die Frage stellt sich nun, ist das Maximum an Aufwärtsbewegung nun erreicht oder kommt da noch mehr?

Quelle: www.lp-software.de/bopp

Langfrist-Chart zeigt Widerstand bei 1,35-1,38!

Ich habe oben eine waagerechte Zone eingefügt, an der das Währungspaar in den letzten Tagen angekommen ist. Die Tiefs der Jahre 1986, 2001 und 2009 sind Widerstandsbereiche, seitdem sie letztes Jahr unterschritten wurden.

Da hängt es meistens, an solchen Marken wird ebenfalls gekämpft. Gewinnmitnahmen setzen ein, dazumal auch auf aktuellem Kursniveau der steile Abwärtstrend verläuft. Das britische Pfund steht an einer Marke, wo es wieder nach unten abdrehen kann.

Obacht, Aufwärtstrend immer noch intakt!

Noch aber ist der Aufwärtstrend intakt. Eine Berührung der Abwärtstrendlinie bei 1,38 ist daher nicht unmöglich. Das britische Pfund ist zwar momentan überkauft und sollte auf jeden Fall noch einige Tage länger konsolidieren.

Der Bereich um 1,3655 wurde in den letzten Tagen zum Verkauf genutzt. Gestern wurde die Unterstützung bei 1,3495 verteidigt. Solange eine dieser beiden Marken nicht gekreuzt wird, nach oben oder nach unten, dürfte sich das Währungspaar weiter auf hohem Niveau seitwärts bewegen.

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