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Folgen Sie nicht dem Geldtrend

Ich warne Sie heute erneut: Folgen Sie nicht dem Geldtrend.

Denn nicht der Preis von Geld in realen Gütern steigt, sondern die Menge an Geld in der einen oder anderen Form.

Und das wiederum führt dazu, dass schließlich der Preis von realen Gütern in Geld steigt. Wie zum Beispiel der Goldpreis.

Die Menge an Geld wächst unaufhörlich

Geldmenge

Quelle: St.Louis FED

Hier sehen Sie, wie stark die Menge an Geld im Umlauf in den letzten Jahrzehnten in den USA gewachsen ist. Noch 1985 waren es nicht einmal 200 Milliarden US-Dollar die sich im Umlauf befanden. Heute ist die Menge an Geld im Umlauf um 600% höher.

Aber das ist noch nicht alles. Schließlich gibt es ja nicht nur Papierscheinchen und Zink-Münzen in den USA. Hinzu kommen ja auch noch Einlagen bei den Banken und Nichtbanken, sowie je nach Definition auch Verbindlichkeiten, Schuldverschreibungen und Geldmarktpapiere.

Aber sehen wir uns nur einmal die US-Geldmenge auf ihrem kleinsten Level, die US Monetary Base an:

Entwicklung der US-Geldmenge seit 1984

Geldmenge_84

Quelle: St.Louis FED

Hier ist die Dramatik der Entwicklung noch wesentlich stärker als bei der reinen Menge an Geld im Umlauf.

Um über 2000%!! ist die Geldmenge in den USA seit 1984 gewachsen. Unvorstellbar viel Geld, das vor allem seit der Krise 2008 ins System gepumpt wird. .

Nur weil man mal das Ende von QE beschlossen hat, bedeutet das noch lange keinen Abzug der riesigen aufgeblähten Geldmenge. Und wenn wir ehrlich sind: wer glaubt denn noch allen Ernstes, dass die FED diese extreme Menge an Geld tatsächlich einmal wieder eliminieren kann?

Sachwerte sind top

Die FED wird sich im Übrigen hüten zu schnell überhaupt den Versuch zu wagen, das Geld wieder abzuziehen, das sie in den letzten Jahren ins System geschüttet hat. Warum? Weil die FED, damit ihre Politik überhaupt von Erfolg zeugt, eben auch eine Verteuerung der Waren benötigt.

Denn nur dann zeigt sich, dass das Geld nicht nur bei den Banken verbleibt, sondern tatsächlich in der Wirtschaft ankommt und für Investitionen, Wachstum, Lohn- und Preissteigerungen sorgen kann.

Bislang aber halten sich die offiziellen Inflationsdaten im Rahmen. Bei gerade 1% steht aktuell die Jahresteuerungsrate in den USA. Das ist lächerlich gering für den Aufwand den die FED betreibt.

Doch, Vorsicht, Inflation ist nicht gleich Inflation

Denn während die offizielle Teuerungsrate irgendwo herumdümpelt, können dafür diverse Assetklassen wahre Preisrallyes hinter sich bringen. Denken Sie nur an die Aktienkurse und Immobilienpreise.

Oder denken Sie an die steigenden Preise für Kunst, Oldtimer, Wein, Whisky, Comic-Bücher oder sonst was das man sammeln kann. Denken Sie an Münzen und denken Sie an Gold. Gold gehört zu den Anlageklassen, die wir als Sachwerte bezeichnen und die seit einigen Jahren mehr als alle anderen Zuflüsse erreichen.

Denn das Gros der Menschen hat längst erkannt, wohin die Reise mit dem Papiergeld geht: ab in den Orkus. Wer sich aber noch ein Ticket für den Olymp ergattern will, der muss dann eben in die Absicherungskiste greifen.

Sicher fließt nicht das gesamte Papiergeld von den Notenbanken (schließlich betrifft die Gelderschaffung ja nicht nur die FED, sondern auch die EZB, die Notenbanken von China und Japan usw.) nur ins Gold, doch ein deutlicher Teil bleibt durchaus hängen.

Der Grund für zwischenzeitliche Preiskorrekturen ist dabei generell eher nicht bei den Anlegern zu suchen (die sich im Übrigen immer über günstigere Einkaufspreise und damit zwischenzeitliche Korrekturen freuen), sondern bei den Spekulanten an den Terminmärkten. Doch das ist ein anderes Thema.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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