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Finanzmärkte: Die Auswirkungen der Vorweihnachtszeit auf Umsatz und Volatilität

Erst präsentiert uns EZB-Chef Draghi mit der Verlängerung seines umstrittenen Anleihenkaufprogramms eine Überraschung in der Vorweihnachtszeit, jetzt zog Fed-Chefin nach.

Die amerikanische Notenbank überraschte vorgestern mit ihren Aussagen nach der erwarteten Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte, im nächsten Jahr dreimal Zinsanhebungen durchführen zu wollen. Der Markt wertet dies als Stärke der US-Wirtschaft, entsprechend stark präsentiert sich der US-Dollar gegenüber den anderen Währungen.

Der Euro tauchte am Folgetag zwischenzeitlich sogar unter die 1,14er-Marke ab. Der Dollar-Index, der die US-Währung ins Verhältnis zu anderen wichtigen Währungen setzt, erreichte den höchsten Stand seit 14-Jahren. Dies ist erwähnenswert, soll aber nicht unser heutiges Thema sein. Zurück zur Vorweihnachtszeit!

Wenn es nach Weihnachtsplätzchen riecht, dann gehen die Umsätze an den Finanzmärkten zurück und die Volatilität steigt.

Die Großen spielen nicht mehr mit

Die Kapitalanlagegesellschaften haben längt ihre Bücher geschlossen, und warum sollte ein Investmentbanker, der auf Provisionsbasis bezahlt wird, noch seinen Jahresbonus aufs Spiel setzen. Wenn die Großen nicht mehr mitspielen, dann fehlt Umsatz.

Das Problem: Je geringer die Umsätze, desto höher ist oft die Volatilität. Wenn die großen Orders der Big Player fehlen, dann können schon kleine Orders die Kurse ungewöhnlich stark bewegen.

Darin liegt ein Risiko, denn das Geld- und Risikomanagement von Berufstradern wird unter anderem von den Kursschwankungen beeinflusst. Wenn die Volatilität nun stark ansteigen kann, steht das Risikomanagement unter Feuer.

Nutzen Sie die Chance!

Jeden Tag leert sich nicht nur unser Adventskalender um ein Stück, in der Regel nehmen von Tag zu Tag auch die Umsätze an den Finanzmärkten ab. Wir brauchen jetzt auch nicht mehr zu Traden. Sammeln wir uns, blicken kurz auf ein intensives Jahr zurück, und bündeln die Kräfte für 2017.

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Über den Autor
Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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