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Der Euro ist zu hoch bewertet

Es ist schon merkwürdig und zugleich auch ein Zeichen, dass die Welt ein wenig auf dem Kopf steht. Das Zinsniveau zwischen den USA und Europa klafft auseinander.

Mittlerweile beträgt der Zinsunterschied fast 1%. In Europa müssen die Sparer teilweise noch den Banken Geld überweisen, während in den USA wieder Zinsen ausbezahlt werden.

Fed gibt eindeutige Zeichen

Letzte Woche war es nicht leicht, zu handeln. Die Wahlen in den Niederlanden, dann die Zinserhöhung um 0,25% in den USA, zudem die EZB-Sitzung in Europa.

Viele Händler blickten gespannt auf die einzelnen Pressekonferenzen, obwohl das meiste schon in der Presse vorweggenommen wurde. „Eingepreist“ nennt man dieses Phänomen in der Fachsprache.

Daher kommt auch der Ausspruch „Sell on good news“. Wenn die Katze aus dem Sack ist, gibt es keine Überraschungen mehr.

Fakt ist es aber, dass sich das Zinsniveau zwischen den USA und Europa weiter  auseinander bewegt. Es ist fast nicht zu verstehen, warum Europa nicht mitzieht. Unsere Inflation ist wieder auf einem hohen Niveau.

Nur die günstigen Rohstoffpreise halten diese noch niedrig. Die restlichen Preise steigen und die EZB sieht keinen Anlass, die Zinsen wieder auf ein verträgliches Niveau zu heben.

Die Frage ist, ob wir von einer Institution, der EZB, wirtschaftlich gesteuert werden. Leider ist es so ….

Der Euro ist zu hoch bewertet

Es ist schon „against all odds“ (allen Widrigkeiten zum Trotz). Die Zinsen sind am letzten Mittwoch in den USA angehoben worden und der US-Dollar fällt in seinem Wert. Dies widerspricht eigentlich jeglicher Logik.

Viele Ereignisse sind schon eingepreist im Markt, weil die meisten Marktteilnehmer von der Prognose ausgehen. Wenn diese dann zur Tatsache wird, verlässt jeder seine Position und es gibt die gegenteilige Reaktion.

Letzten Endes ist der Euro viel zu hoch bewertet, aber es ist aktuell nicht sehr gesund für unser globales Zusammenspiel, wenn der Dollar zu stark werden würde.

EUR/USD im aktuellen Monatschart – CFX Trader

euro (004)

EUR/USD: Der Euro verliert seit seinem Hoch in 2008 sukzessive gegenüber dem US-Dollar.

Der US-Dollar wird an Stärke gewinnen

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der USD noch mehr an Stärke gewinnen wird. Aktuell versuchen die Notenbanken, das Währungspaar EUR/USD in einem Korridor von 1,05 und 1,07 zu halten. Die Weltwirtschaft kann sich darauf einstellen und verlassen.

Mitte des Jahres wird es dann den zweiten Schritt geben und wir werden Bereiche um 1,03 sehen. So geht es dann schrittweise in Richtung Parität. Vergessen Sie bitte nicht: Als der Euro eingeführt wurde, lag das Niveau bei 0,86.

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Über den Autor
Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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