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Devisen Signale: Das Aufatmen Europas

Die erste Wahl in Frankreich liegt hinter uns oder sagen wir vielmehr hinter dem Euro. Deutlich war nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses am Sonntag um 20.00 Uhr aus Paris ein Aufatmen an den Märkten zu spüren.

EUR/USD schoss binnen Sekunden auf knapp über 1,09. Dies zeigt deutlich auf, worauf der Markt gehofft hatte: Der Euro bleibt uns erhalten.

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Wie oft konnten Sie diesen Spruch in unseren Medien hören oder lesen – und er ist tatsächlich wahr. Der erste Wahlgang ist nur zum Aussieben der schwächeren Kandidaten gedacht.

Jetzt muss sich Frankreich zwischen „zu jung“ (Macron, 39 Jahre alt) und „zu weit rechts“ (Le Pen, extrem politisch rechts) am 07.Mai entscheiden. Das wird für die Wähler nicht einfach werden und erinnert ein wenig an die amerikanische Präsidentschaftswahl.

Es gilt die Vorzüge und die Defizite der Kandidaten abzuwägen. Der Wahlausgang war mehr wie knapp und wenn jetzt alle Stimmen auf nur noch auf zwei Kandidaten fallen, kann das Ergebnis gänzlich anders ausfallen.

Dennoch ist es in Expertenkreisen fast schon sicher, dass die „Jugend“ gewinnen und Europa damit weiter erhalten werden wird.

Vorsicht vor der Euphorie

Die erste Gefahr für den Euro scheint abgeschmettert zu sein und der Markt hat es dem Euro gedankt. Vergessen wir aber nicht, dass sich mit einer bisherigen Weiterführung Europas nichts so schnell ändern wird.

Selbst mit einem erneut positiven Wahlausgang für Macron ist höchstens eine Fortführung Europas garantiert, die Probleme der Eurozone verschwinden dadurch aber nicht.

Daher ist es fraglich, ob der desolate Zustand Europas sich nicht wieder längerfristig auf dem Kurs widerspiegeln wird.

Weiter Unsicherheit im Markt

Bisher haben uns die vorangegangenen Wahlen in Frankreich nur tangiert. Aber die bisherige Wahl könnte europaentscheidend werden.

Es ist daher nur verständlich, dass das große Geld der Investmentfonds bis zur Stichwahl erst einmal die Füße stillhalten wird.

Zu groß ist das Risiko, sich längerfristig im Markt zu positionieren. Wir erwarten daher für die nächsten Handelstage eher kleinere Marktbewegungen.

Diesem Markt müssen wir uns anpassen und uns unter Umständen auch mit kleineren Gewinnen zufriedengeben. Diese Marktphasen gibt es immer wieder und es gibt keinen Grund, nicht kurzfristig zu agieren.

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Über den Autor
Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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