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Noch hält sich der Euro stabil in diesen stürmischen Zeiten

Wir erleben aktuell stürmische Zeiten und man kommt aus dem Staunen fast nicht mehr heraus, wenn man die Nachrichten verfolgt. Erst der Brexit, dann das Attentat in Nizza und jetzt auch ein Putschversuch in der Türkei.

Was in einem Monat mit den italienischen Banken geschehen wird, steht auch noch in den Sternen. Die Pläne der Politiker fallen immer drastischer aus.

Beste Beispiele dürften sicherlich sein, dass die Bundeswehr jetzt auch Inneneinsätze ausführen soll oder die Überlegungen, das Bargeld abzuschaffen. Kontrolle ist offensichtlich das Allheilmittel der Politiker.

Der Euro bleibt stabil

Es ist vielleicht die Gewöhnung der Menschen an die stetigen Hiobsbotschaften aus den Medien, denn trotz der vielen Probleme, die Europa zu lösen hat, hält sich unsere Gemeinschaftswährung nach wie vor stabil im Markt. Früher hätte der Euro sicherlich andere Kursregionen eingenommen. Das gilt auch für unsere anderen Finanzmärkte.

Das viele Geld gleicht alles aus

Noch nie gab es auf der Welt so viel Geld wie heute. Es hat sich in nur wenigen Jahren mindestens verdoppelt. Um wie viel mehr kann nur geschätzt werden, weil kein Land einen genauen Überblick über seine Geldmenge besitzt. Eines ist aber sicher: Das viele Geld muss investiert werden. Nur wo bzw. in was?

Geht man von der klassischen Lehre der Risikoverteilung seines Kapitals aus, dann ist es ganz natürlich, dass Europa immer noch einen beliebten Anlageort darstellt. Vor allem die Anzahl der asiatischen Investoren ist gerade in den letzten zwei Jahren stark gestiegen.

China hat den Vorteil, dass der Juan (Renminbi) festgeschrieben ist. Daher besteht bei größeren Firmenkäufen oder Umtauschaktionen nicht die Gefahr, dass sich die eigene Währung zu stark bewegt. Mit dieser Freiheit kann man gut große Transaktionen vollführen. So wie sich der Euro momentan präsentiert, wird er weltweit noch am Markt gesucht.

Die USA werden dem Markt im Herbst neue Fantasie geben

Je näher wir dem Herbst und Winter rücken, desto wahrscheinlicher wird ein weiterer Zinsschritt in den USA. Zugegeben, die Bankenwelt hat sich an die lockere Geldpolitik gewöhnt. Sie bekommen fast keine Zinsen mehr, dafür wird ihnen fast das Geld zum Nulltarif von den Notenbanken hinterhergeworfen.

Diese Geldpolitik kann sicherlich noch 2 oder 3 weitere Jahre so betrieben werden. Aber jede Notenbank ist sich vollkommen darüber im Klaren, dass bei so viel Geld auf dem Markt sehr schnell auch eine drastische Umstellung in der Zinslandschaft notwendig werden kann. Es ist aber wesentlich verträglicher, wenn das Zinsniveau kontinuierlich auf ein moderates Niveau angehoben wird.

Wir gehen daher von einem weiteren Zinsschritt Ende September in den USA von 0,25 % aus. Dies sollte dann der Moment sein, an dem die magische Unterstützung für EUR/USD bei 1,10 für längere Zeit durchbrochen wird.

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Über den Autor Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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