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Euro: Abwärtsbewegung wird weiter fortgesetzt

Der Euro konnte gestern gar nicht anders, er musste seine Abwärtsbewegung fortsetzen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat das europäische Wirtschaftswachstum um 0,2% nach unten angepasst, auf jetzt 1,4 %. Grund der Anpassung: Der Brexit. Die gleiche Begründung liefert das ZEW-Institut. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich eingetrübt.

Aktuell hat der Euro wieder das Kursniveau des jüngsten Tiefs erreicht – hier konnte ich kürzlich beim letzten Trade einen Teilgewinn vereinnahmen. Wird die markante 1,10er-Marke diesmal nach unten durchbrochen, so setze ich weiter auf die Fortsetzung der Abwärtsbewegung – schließlich ist der Euro gegenüber dem US-Dollar seit Anfang Mai im Short-Modus.

Das nächste Ziel der Bären

Bin bereit bei einem Bruch der 1,10er-Marke erneut short zu gehen, also auf weiter fallende Kurse zu setzen. Dann ist das Jahrestief knapp oberhalb der 1,07er-Marke das nächste große Ziel der Euro-Bären.

Erst oberhalb des Kursbereichs um 1,1160/1,1180 würde es für die Bullen wieder rosiger aussehen. Ohne grundlegende Veränderung des Marktumfelds ist dies aber eher nicht zu erwarten.

EUR/USD im aktuellen Tageschart – CFX Trader

euro (11)

EUR/USD: Nun wird die 1,10er-Marke angesteuert. Die nächsten Handelstage erwarte ich noch tiefere Kursnotierungen.

Trade-Statistik hilft bei der Positionsgrößenbestimmung

Ich setze also weiter auf einen fallenden Euro: Die Aussichten dafür sind gut, denn die Fortsetzung eines Trends ist immer wahrscheinlicher als dessen Bruch. Diese Erkenntnis spiegelt sich in Statistiken wider.

Wenn ihr das nicht glaubt: Einfach in eurer Trade-Statistik – ich hoffe, Sie betreiben auch die so wichtige Handelsnachbearbeitung – bei jedem Trade vermerken, ob Sie mit oder gegen den vorherrschenden Trend gehandelt haben.

Wenn genügend Zeit vergangen ist und eine Auswertung Sinn macht – ein paar Trades müssen da schon angefallen sein -, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Trefferquote bei den Trades in Trendrichtung höher ausgefallen sein.

Dies bedeutet aber nicht, dass Trades gegen die Trendrichtung grundsätzlich nicht vorgenommen werden sollten. Solange auch hier die Trefferquote zufrieden stellend ausfällt, ist dies nicht nötig.

Ich nutze aber dieses Wissen um Wahrscheinlichkeiten, um Unterschiede bei der Positionsgrößenbestimmung vorzunehmen. Bei Trades mit dem Trend kann ich höheres Risiko eingehen, also eine größere Position handeln.

  • Tagestendenz EUR/USD: seitwärts/ abwärts
  • Widerstände: 1,11, 1,1160, 1,12, 1,13, 1,1340, 1,1375, 1,14
  • Unterstützungen: 1,10, 1,0965, 1,09,1,0825, 1,08
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Über den Autor Till Kleinlein

Till Kleinlein ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wurde bereits sehr früh vom Börsenvirus infiziert.

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