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Ein Schlag gegen die USA, ein Schlag gegen den US-Dollar

Kriege haben immer mit Geld zu tun, und Geld hat mit uns zu tun. Es gibt eine philosophische Weisheit: „Nichts geschieht ohne Grund“. Daran halten auch wir uns: Daher ist es stets die erste Aufgabe, das, was passiert ist, zu hinterfragen.

Noch wird Öl in US-Dollar gehandelt

Die USA ist ökonomisch betrachtet das wichtigste Land unseres Planeten – ein Imperium. Das lateinische imperare bedeutet herrschen, befehlen, gebieten. Das bezieht sich auch auf den Besitz von Waffen und weltweit politischen Einfluss.

Ein Imperium will sich stets vergrößern, will immer mehr „gebieten“. Zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht. Der weltweit wichtigste Rohstoff ist Erdöl. Unsere Welt ist süchtig danach. Mehr als 75 Supertanker voll Erdöl verbrauchen wir weltweit – jeden Tag!

Daher ist es für ein Imperium wichtig, sich Zugang zum schwarzen Gold zu verschaffen. Für ein Imperium ist es auch wichtig, den Zahlungsverkehr des weltweiten Handels zu kontrollieren. Sie wissen: Wir sprechen vom US-Dollar.

Russland schließt Abkommen mit China

Russland ist ebenfalls eine Supermacht – eine, die viele als Gefahr für die westliche Welt bezeichnen. Sicherlich ist Russland unter der Führung von Wladimir Putin kein „Waisenknabe“ unter den Nationen, aber im Gegensatz zu den USA doch sehr zurückhaltend.

Viele geschieht im Verborgenen, und von unseren westlichen Medien erfahren wir lägst nicht alles über die Geschehnisse in Russland.

Putin hat mit China nun ein historisches Abkommen geschlossen: Sämtliche Energielieferungen in Form von Öl und Gas an China werden nicht mehr in USD beglichen. Die entscheidende Währung heißt jetzt Yuan. Ein harter Schlag für – oder gegen – das Imperium USA.

USA sind erpressbar

Es gibt mehrere Gründe für diesen Schritt. Der erste ist sicherlich, dass Russland und China die USA nicht zu stark werden lassen wollen. Die USA mischen sich überall ein, ohne darum gebeten worden zu sein. Der zweite Grund ist, dass Russland Chinas Nachbar ist.

Der einzige Weg, der USA zu zeigen, dass sie nicht tun und lassen können, was sie wollen, ist ihr die Kontrolle über die handelspolitisch wichtigste Währung zu nehmen. Aus den USA ist übrigens kein Wort über dieses Abkommen zu hören. Dabei sind die USA erpressbar. Denn die größten Fremdwährungsreserven in USD lagern in China.

Sollte sich das Reich der Mitte davon in einem größeren Ausmaß trennen, würde der USD nicht nur unter starken Druck geraten, sondern die Weltwirtschaft würde ordentlich durchgeschüttelt. Somit ist es absolut verständlich, dass sich die USA „kleinlaut“ verhalten.

Syrien ist die neue Quelle

Syrien ist ein weltwirtschaftlich betrachtet kein bedeutendes Land. Es wächst nicht sehr viel auf diesem Boden; Wasser ist auch nur wenig vorhanden. Und damit kommen wir zu unserem Eingangsstatement zurück: Kriege haben immer mit Geld zu tun, und Geld hat mit uns zu tun.

Warum wird in Syrien Krieg geführt? Die Frage ist einfach zu beantworten. An der syrischen Grenze wurden mehr als 40 Ölfelder mit rund 13 Mrd. Barrel (1 Barrel = 158,987 Liter) beziehungsweise 37 Mrd. Tonnen Erdöl entdeckt.

Das schöne ist, dass dieses schwarze Gold leicht in ca. 300 Metern Tiefe exploriert werden kann. Das ist bei den aktuellen Ölpreisen absolut notwendig. Jetzt stellt sich die Imperien die Frage, wie sie an das Öl herankommen. Durch einen Krieg.

Auch Deutschland und andere Länder profitieren. Jeder liefert Waffen und Munition – und dafür ist die Energieversorgung gesichert. Wichtig ist nur die Aufteilung nach dem ganzen Desaster. Das Thema wird sicher wieder zur Zufriedenheit aller gelöst.

Aber jetzt kommt plötzlich ein neuer Aspekt hinzu: Russland und die Türkei suchen den Schulterschluss. Gelingt das, wird die westliche Welt dumm daneben stehen.

Das ist für die wichtigste Währung der Welt, für den USD, nicht vorteilhaft. Interessant wir wird es sein, zu beobachten, wie sich der Yuan, der an den USD gekoppelt ist, verhalten wird.

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Über den Autor Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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