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Die Entstehung von Währungen

Für die Entstehung einer Währung ist die Standardisierung des Geldes durch eine obrigkeitliche Regierung nötig. Dafür wird eine sogenannte „Münzanstalt“ eingerichtet, die das Wägen des Metalls (den standardisierten Metallgehalt) überwacht und die Prägung mit bestimmten Siegeln durchführt. Damit kann sich jeder auf den Wert einer Münze verlassen, der die Einheiten dieses Währungssystems kennt.

Regierungen sichern sich Macht durch eine Währung

Die ersten Währungsgebiete waren sehr klein. Jeder Landesfürst bzw. jede Regierung freier Städte schufen sich eigene Währungen, die für den Handel, vor allem aber auch für die Zahlung von Abgaben und Steuern verbindlich galten. Damit erlangten Regierungen enorme Macht über die Bevölkerung, denn sie konnten den Wert der Währung bestimmen und beeinflussen.

Ein bekanntes Beispiel früher Fälschungen ist hier das römische Reich, das in seiner Spätzeit Münzen mit immer geringerem Metallgehalt herausbrachte. Diese frühe „Inflationierung“ führte nach Meinung einiger Geschichtswissenschaftler zum Untergang der Römer als Weltmacht. Fälschungen von Geld hat es aber zu allen Zeiten gegeben, sie blieben uns bis heute erhalten.

Standardisierung der Währungen

Mit der Entwicklung von Nationalstaaten wurden bis in die jüngste Zeit die Währungsräume immer größer, so dass sich national gültige Währungen entwickelten. In großem Maßstab wird standardisiertes Geld im 19. Jahrhundert mit Beginn der Industrialisierung und modernen Präge- und Druckmethoden eingeführt. Erst diese Währungssysteme ermöglichen den globalen Handel.

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Über den Autor
Daniela Knauer

Daniela Knauer, Jahrgang 1962 aus Stuttgart, studierte Medienberatung und Wissenschaftsjournalismus in Berlin. Ab Mitte der 1990er Jahre ist sie freie Traderin.

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