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Der Euro verhält sich untypisch

Donald Trump ist jetzt im Amt. Seine ersten Amtshandlungen sind schon jetzt spektakulär und für manche Politiker gewöhnungsbedürftig.

Auch bibbern die europäischen Politiker vor der ersten Reaktion des neuen US-Präsidenten Europa betreffend. Er versprach Erneuerungen. Das heißt für den einen oder anderen ein starkes Umdenken und sich auf neuem Terrain bewegen.

Ob man das neue Oberhaupt der USA mag oder nicht – es ist erfrischend zu sehen, wie sich schon jetzt einiges ändern wird und seine Entscheidungen frischen Wind in die Globalisierung bringen.

Der Gegenwind

Der Mensch muss sich an Veränderungen gewöhnen und sich auf sie einstellen. Dies wird jetzt von heute auf morgen verlangt werden. Diese Woche wurde das Freihandelsabkommen TPP gekippt. Das neue Motto lautet: Nicht billig im Ausland einkaufen, sondern im Inland produzieren.

Mit der Antrittsrede am 20. Januar wurde erneut Verunsicherung in der Welt geschürt. Donald Trump weht ein heftiger Gegenwind ins Gesicht. Er wird es aber sicher wegstecken. Er ist hart genug und wird unbeirrt seinen Weg gehen.

EUR/USD verhält sich untypisch

Der neue US-Präsident greift jetzt schon hart durch, dennoch verliert der USD auf breiter Front an Wert – obwohl seine Aussagen doch für einen stärkeren Greenback sprechen.

Die USA kann Wachstum verzeichnen. Eine neue Führung ist vorhanden und die Produktion wird wieder ins Land zurückgeholt. Dies sind alles Aussagen für einen stärkeren USD. Genau das Gegenteil ist aber bislang eingetreten.

EUR/USD im aktuellen 4-Stunden-Chart: Der Euro bleibt in seinem Aufwärtstrendkanal.

Es ist eine Frage der Zeit

Sogar die Zinsen sollen wieder steigen. Es ist fast unverständlich, warum der EUR/USD an Stärke gewonnen hat. Vielleicht ist es wie im Aktienhandel, der auch mit dem Spruch: „Sell on good news“ lebt. Es wird eine Frage der Zeit sein.

Der Triumph von Trump war schon im Markt eingepreist. Jetzt werden von großen Adressen die Gewinne mitgenommen. Die aktuelle Entwicklung ist aber nur eine technische Reaktion auf der Oberseite.

Wie im Chart zu erkennen ist, sind die Bewegungen auf der Unterseite wesentlich schneller. Der Markt versucht EUR/USD auf der Unterseite zu handeln, aber wie durch eine unsichtbare Macht wird der Kurs nach oben gezogen, obwohl es fundamental gesehen absolut nicht gerechtfertigt ist.

Wir geben dem aktuellen Kurs noch ein wenig Luft auf der Oberseite. Lange wird dieser Aufwärtstrend nicht mehr anhalten. Spätestens bei der Marke von 1,0804 sind wir in Bereitschaft für die Trendumkehr.

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Über den Autor Daniel Fehring

Daniel Fehring entdeckte schon in frühen Jahren seine große Leidenschaft für die Finanzwelt und hat das Traden als Börsenhändler von der Pieke auf gelernt.

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