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Der Buchstabensalat beim Forex-Handel

Gestern ereilte mich eine Leserfrage, was es mit der Bezeichnung Greenback für den US-Dollar auf sich hat. Dies greife ich gerne auf. Die Weltleitwährung wird gerne Greenback oder nur Buck genannt.

Buck ist vermutlich die Kurzform von Buckskin (Wildlederfell), einem Zahlungsmittel aus den Gründerzeiten Amerikas. Bei der Bezeichnung Greenback ist die Entstehung hingegen eindeutig: Sie deutet auf die Farbgebung der Banknoten hin.

Bleiben wir doch beim Thema der Spitznamen für Währungen, da es beim EUR/USD bzw. meinem Short-Trade in diesem Währungspaar gestern keine großen Veränderungen gab – morgen berichtet ich wieder darüber.

Eindeutig und leicht verständlich

Damit Devisentransaktionen weltweit schnell und einfach eingegangen und abgewickelt werden können, gibt es eine entsprechende ISO-Norm zur eindeutigen Identifizierung von Währungen.

Jede Währung setzt sich aus drei Buchstaben zusammen. Dabei stehen die ersten beiden Zeichen für das entsprechende Land und der dritte Buchstabe für den Namen der Währung – etwa USD.  Leicht verständlich, also keine Angst vor dem Buchstabensalat!

Devisenhändler nutzen aber neben den genormten Währungsbezeichnungen auch häufig Abkürzungen und Spitznamen. So wird das Währungspaar AUDUSD auch Aussie genannt, oder NZDUSD Kiwi. Beides in Anlehnung an die Namensbezeichnung für die Einwohner.

In die gleiche Kerbe schlägt der Swissy – richtig, hier handelt es sich um die eidgenössische Währung.

Von Eistauchern und Kabeln

Mein Favorit bei den Währungsspitznamen ist aber das Währungspaar GBPUSD bzw. das Cable (Kabel). 1866 wurde das erste Tiefseekabel durch den Atlantik verlegt und somit Großbritannien mit den USA telegraphisch verbunden.

Die ersten Devisentransaktionen im Währungspaar GBPUSD wurden mithilfe dieses Kabels getätigt.

Jetzt wird es noch gegenständlicher: Loon ist der englische Name für den Eistaucher, der auf der 1-Dollar-Münze in Kanada abgebildet ist. Als Loonie bezeichnet man mittlerweile aber die gesamte kanadische Währung, die ultimative Rohstoff-Währung

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Über den Autor
Till Kleinlein

Till Kleinlein ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wurde bereits sehr früh vom Börsenvirus infiziert.

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