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Bitcoin: Ein Sektor zerfleischt sich selbst!

Die Nachrichten aus dem Bitcoin-Sektor, die uns am Wochenende erreichten, sind mehr als verstörend. Sie sind eine kreischende Alarmsirene: Der Anfang vom Ende des Bitcoin-Booms hat begonnen…

Die Neuigkeiten von Bitcoin waren vollgestopft mit technologischem Fachchinesisch und Informationen, die tieferen Insiderwissens bedürfen, um ihre wirkliche Bedeutung voll zu verstehen.

Zudem kamen die Nachrichten am Wochenende raus, wo viele Investoren Besseres zu tun haben, als auf Computermonitore zu starrten. Ein Schelm wer da Böses denkt.

Doch Anleger tun sehr gut daran, die neuen Entwicklungen in der Bitcoinszene genau zu verfolgen. Denn was sich dort entwickelt, ist gar nicht gut. Ich versuche Ihnen die Fakten so einfach wie möglich zu erklären. Anfang August kam es zu einer Art Aufsplittung der Bitcoin-Blockchain.

Diese besteht weiterhin (es ist der klassische Bitcoin). Aber dazu gibt es jetzt eine neue Bitcoin-Blockchain namens „Bitcoin-Cash“. Bei dem neuen Bitcoin-Cash gab es am Wochenende eine unglaubliche Preisexplosion.

Am Donnerstag stand der Kurs einer Einheit von Bitcon-Cash bei etwa 300 USD: Am Freitag stieg der Preis auf 700 USD, um am Samstag auf 800 USD, dann 900 USD und kurzzeitig sogar über 1.000 USD anzusteigen.

Sehr geehrte Leser und Leserinnen: Dies sind die klassischen Exzesse, die wir am absoluten Hochpunkt einer Blase sehen. Genau so war es beispielsweise mit den Börsengängen von Internetfirmen im Jahr 2000 oder mit Immobilienpreisen in 2006/07. Der Bitcoin-Untergang kommt.

Bitcoin: “Die Revolution frisst Ihre Kinder!”

„Bitcoin-Cash“ – merken Sie sich diesen Namen. Er wird in einigen Jahren als eines der Schlagworte für den Untergang von Bitcoin stehen. So wie frühere Börsendarlings wie „CMGI“ oder „AOL“ für die Blase der New Economy stehen („oder „EM.TV“ und „Comroad“ für den Zusammenbruch des Neuen Marktes).

Denn die Preisexplosion von Bitcoin-Cash ging einher mit einer weiteren Entwicklung, die sehr bedrohlich für Bitcoin ist: Immer mehr der „Bitcoin-Miner“, die also nach Bitcoin schürfen, wechselten in den vergangenen Tagen vom klassischen Bitcoin auf das neue Bitcoin-Cash.

Sie erhoffen sich bessere Mining-Erfolge bei Bitcoin-Cash.

Denn der Code hinter Bitcoin-Cash (also die so genannte Blockchain) passt den Schwierigkeitsgrad des Mining den Mining-Erfolgen an: Wurden über einen längeren Zeitraum unterdurchschnittlich wenige Bitcoin-Cash gefunden, dann senkt sich automatisch der Schwierigkeitsgrad.

Diese Anpassung hat die Blockchain des klassischen Bitcoins nicht.

Doch nun aufgepasst: Dadurch könnte der klassische Bitcoin in eine so genannte „Todesspirale“ rutschen. Dabei verlassen immer mehr Miner die alte Bitcoin-Blockchain, um stattdessen Bitcoin-Cash zu schürfen.

Dadurch werden immer weniger Bitcoins gefunden, was Bitcoin uninteressanter macht.

Die Folge: Plötzlich fällt der Bitcoinpreis – und Bitcoin-Anleger sind in einer tödlichen Spirale nach unten gefangen. Die Kryptowährungen beginnen sich zu kannibalisieren. Dies ist jedoch erst der Anfang!

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Über den Autor
Jim Rickards

Jim Rickards hat sich als weltweiter Gold Experte längst einen Namen gemacht. Jetzt informiert der ehemalige Berater der CIA unsere Leser über alles Wichtige zum Thema Gold.

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