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Flüchtlingswelle: Steuererhöhungen unvermeidbar

Flüchtlingswelle: Steuererhöhungen unvermeidbar

Richten Sie sich zunächst einmal auf massive Steuer- und Abgabenerhöhungen ein. Die Äußerungen von Politikern und Wirtschafts-Experten, die Flüchtlingskrise werde ganz ohne derartige Maßnahmen zu schultern sein, können Sie getrost als Märchen betrachten. Wie zuvor schon ähnliche Aussagen etwa die Aussagen von Frau Merkel zum ESM oder zur Pkw-Maut. Was danach kam, wissen Sie alle.

Die Kosten der Flüchtlingskrise werden sich auf 30 bis 60 Mrd. Euro pro Jahr belaufen. Ein Teil der Kosten entsteht durch Investitionen in Bildung und Wohnungen, was grundsätzlich zu begrüßen ist, da hier eine positive Rendite erwartet werden kann. Ein anderer, erheblicher Teil sind jedoch Ausgaben, die niemals eine Rendite erwirtschaften werden. Nämlich Ausgaben zur Alimentation von Menschen, die nicht arbeiten können oder wollen. Zunächst wird der größte Teil der Zuwanderer auf Hartz 4-Leistungen angewiesen sein. 3 Monate nach Asylantragstellung werden diese Leistungen bewilligt. Ab diesem Zeitpunkt tauchen die Einwanderer dann auch in der Arbeitslosenstatistik auf, die regelrecht explodieren wird. 2 bis 3 Jahre später dürfte dies noch gut die Hälfte, nach 15 Jahren immer noch rund 40% der Einwanderer betreffen. Dies sind dauerhafte Kosten für ein bereits überlastetes Sozialsystem, welches in den kommenden Jahrzehnten schon durch den demographischen Wandel kippen wird.

Was bekommen wir dafür? Den Mutter-Teresa-Preis. Und vielleicht ein wenig mehr Wachstum. Ich gehe mit dem Herbstgutachten der Wirtschaftsweisen konform, die zuwanderungsbedingt +0,25% mehr Wachstum sehen. Viel mehr wird es nicht werden. Denn was der Eine (Flüchtling) konsumiert, muss der Andere (deutsche Steuerzahler) erwirtschaften. Hinzu kommen Verteilungskämpfe bei Wohnungen, Kindergartenplätzen und Billigjobs, später auch bei guten Schul- und bei Studienplätzen. Diese Kämpfe werden zuerst in der Schicht der sozial Schwachen ausgetragen, erreichen danach aber unweigerlich auch die Mittelschicht.

Der deutsche Fachkräftemangel lässt sich mit einer ungesteuerten Zuwanderung jedenfalls nicht wie erhofft auch  nur ansatzweise beheben, weil Angebot und Nachfrage doch sehr weit auseinander driften. Allenfalls im Handwerk dürfte eine leichte Entspannung  über die Migrationswelle erzielbar sein.

Weiter geht’s in meinem zweiten Beitrag.

Herzliche Grüße,

Ihr Henrik Voigt.

Chefanalyst DAX PROFITS  / VOIGT-Brief

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Über den Autor Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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