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Serie Hebelzertifikate Teil 2: Zertifikatspreis

Heute wollen wir uns anschauen, wie Hebelzertifikate grundsätzlich funktionieren. Es gibt zwei Arten Hebel-Zertifikate. Da sind zum einen solche, die von steigenden Kursen profitieren („Long-Zertifikate“). Diese verlieren bei fallenden Kursen an Wert.

Und es gibt Zertifikate, die bei fallenden Kursen gewinnen („Short-Zertifikate“). Diese verlieren bei steigenden Kursen. Es ist wichtig, im Vorfeld die richtige Marktrichtung zu prognostizieren und ausgehend davon die richtige Art Hebelzertifikate auszuwählen.

Die wichtigsten Kenngrößen für die Wertfeststellung eines Hebelzertifikates sind der fest eingebaute Basispreis des Zertifikates und der (schwankende) aktuelle Kurs des zugrundeliegenden Basiswertes. Ein Basiswert ist diejenige Aktie, Index, Währungspaar, Rohstoff etc. auf die sich das Zertifikat bezieht. Ein DAX-Zertifikat bezieht sich auf den Basiswert DAX, ein Siemens-Zertifikat auf den Basiswert Siemens usw.

Der aktuelle Kurs des Basiswertes ist der momentane, an der Börse gehandelte Kurs des DAX, von Siemens oder was auch immer dem Zertifikat zugrunde liegt. Der feste Basispreis ist diejenige Ausgangsschwelle, die zur Berechnung des Zertifikatspreises herangezogen wird.

Ein Beispiel macht es deutlich: Sie handeln den Basiswert DAX mit einem 6000er Long-Zertifikat (Basispreis ist 6000, das Zertifikat profitiert von steigenden Kursen). Der DAX steht bei 7000 Punkten (aktueller Kurs). Der Zertifikatspreis errechnet sich als einfache Differenz zwischen dem aktuellen Kurs und dem festen Basispreis, angepasst um die Stückelung.

Vergrößert sich dieser Abstand, weil die Position zu Ihren Gunsten in die richtige Richtung läuft, steigt der Wert Ihres Zertifikates. Zusätzlich müssen Sie das Bezugsverhältnis des Zertifikates beachten, dass aber die Stückelung regelt.

Die Stückelung dient dem Emittenten dazu, das Zertifikat liquider zu machen. Wer möchte Zertifikate mit einem Nennwert von über 1000 € handeln. Ein Bezugsverhältnis von 1:100 stückelt ein 1000€-Zertifikat mit einem hundertfach geringeren Nennwert von 10 €, die sich besser handeln lassen. Am Hebel ändert sich dadurch nichts.

Der Wert eines Hebelzertifikats errechnet sich stark vereinfacht wie folgt: Wert Long-Zertifikat = (aktueller Kurs Basiswert – Basispreis) x Bezugsverhältnis

Im Beispiel: Wert DAX-Long-Zertifikat  = (7000 – 6000) x 1:100 = 10 €

Fazit

Der Zertifikatspreis errechnet sich als einfache Differenz zwischen dem aktuellen Kurs und dem festen Basispreis, angepasst um die Stückelung.

Lesen Sie weitere News zum Thema Hebelzertifikate:

Serie Hebelzertifikate Teil 1: Einleitung

Serie Hebelzertifikate Teil 2: Zertifikatspreis

Serie Hebelzertifikate Teil 3: Hebel des Zertifikats

Serie Hebelzertifikate Teil 4: Wert des Hebelzertifikats

Serie Hebelzertifikate Teil 5: Basispreis

Serie Hebelzertifikate Teil 6: Knock-Out-Strategie

Serie Hebelzertifikate Teil 7: Short-Strategien

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Über den Autor Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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