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Die zehn Risiken beim Investieren: 1. Das Preisrisiko

Viele Anleger betrachten das Kurs- bzw. Preisrisiko. Fortgeschrittene Anleger kennen spätestens seit Lehman Brothers das meist überbewertete Emittenten-Risiko. Doch dabei handelt es sich nur um zwei der Risiken, denen man sich beim Investieren aussetzt. Ich zähle mindestens zehn verschiedene Risikoarten und betrachte jedes davon. Heute: Das Preisrisiko.

Das Preisrisiko wird bei Derivaten unterschätzt

Zum Preisrisiko gibt es nicht viel zu sagen, möchte man meinen. Gibt es nur die Möglichkeit an, dass sich der Preis des Investments im Zeitverlauf zum Nachteil des Investors entwickelt. Unterschätzt wird dieses Risiko vor allem bei Derivaten.

Absicherung des Preisrisikos ist selten gewünscht

Gegen das Preisrisiko wollen sich die meisten nicht absichern. Normalerweise spekuliert ein Investor gerade auf Preisänderungen, zum Vorteil des Investors. Würde der Investor das Preisrisiko absichern, wären alle Preischancen ausgeschlossen.

Angebot an Absicherungsinstrumenten ist groß

Für die Absicherung des Preisrisikos von Aktien stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung. Neben Futures und Optionen sind das für Kleinanleger Knockout-Zertifikate, Optionsscheine und CFDs. Mit diesen Instrumenten lässt sich das Preisrisiko stichtagsbezogen eliminieren. Dafür werden in Abhängigkeit vom abgesicherten Zeitraum Prämienzahlungen fällig. Es wird die Möglichkeit einer negativen Preisänderung ausgeschaltet – dafür sind Zahlungen garantiert fällig.

Preisermittlung von Derivaten ist oft komplex, aber kein Geheimnis

Komplexer wird das Preisrisiko bei Derivaten. Versteht ein Anleger die Struktur eines gekauften Derivats nicht vollständig oder nicht richtig, setzt er sich erheblichen Preisrisiken aus. Bestes Beispiel ist die Verwunderung vieler Anleger, wenn Optionsscheine an Wert verlieren, obwohl die richtige Kursrichtung getroffen wurde.

Wird zum Beispiel ein Call mit Strike 25 Euro für 3 Euro gekauft und der Kurs des Basiswerts steigt von 24 auf 27 Euro, verliert der Call bis zum Laufzeitende einen Euro an Wert.  Der Anleger erfährt einen Wertverlust, obwohl er den Kursanstieg im Basiswert korrekt voraussagte. Was hier nicht verstanden wurde, war der Preismechanismus einer Option.

Informieren Sie sich unbedingt vor dem Kauf

Ich kann nur raten, sich vor dem Kauf von Derivaten umfassend über die Funktionsweise des Wertpapiers, insbesondere über das Auszahlungsprofil, zu informieren. Viele Emittenten bieten einen umfassenden Kundendienst an, der Interessenten gern die Funktionsweise der Produkte erklärt. Einsteigerfreundliche Broschüren und Videos ergänzen das Serviceangebot.

Als Bezieher eines Börsendienstes können Sie sich an Ihren Chefredakteur wenden. Er kann Ihnen keine individuellen Anlagetipps geben, aber die Funktionsweise bestimmter Derivate erklären. Wissen ist im Falle von Derivaten der beste Schutz gegen ungewollte Preisrisiken. Ohne ausreichendes Wissen kann ein zur Preisabsicherung von Aktien gekauftes Derivat zum Bumerang werden.

Hier gelangen Sie zu den zehn Risiken beim Investieren

Preisrisiko

Modellrisiko

Liquiditätsrisiko

Währungsrisiko

Emittentenrisiko

Rechtliches Risiko

Sonstige Risiken:

Operationelles Risiko

Settlement Risiko

Politisches Risiko

Systemisches Risiko

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Über den Autor Thomas Kallwass

Thomas Kallwass ist unser Spezialist für alternative Investment-Chancen. Seine Handelsstrategien sind wissenschaftlich untermauert.

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