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Spread Trading per CFD: Solide Strategie gegen unsichere Märkte

Jeder Anleger, der schon länger an den Börsen unterwegs ist, hat derartige Phasen mit Sicherheit schon einmal erlebt: Ein wenig hin, ein wenig her und irgendwann ist die sprichwörtliche Tasche leer.

Es gibt Situationen, in denen ist mit reinen Spekulationen auf steigende oder fallende Kurse einfach nicht effektiv zu gewinnen. Dabei gibt es auch hier eine Lösung. Und diese ist auch noch viel einfacher , als viele Anleger annehmen. Die Rede ist vom sogenannten Spread Trading.

Spread Trading: Was kann man sich darunter eigentlich vorstellen?

Der Grundgedanke des Spread Trading ist eigentlich relativ simpel. Sie möchten nicht von steigenden oder fallenden Kursen eines Werts profitieren, sondern viel mehr davon, dass sich die Differenz zwischen den Kursen zweier Werte immer weiter weitet.

Ein Beispiel für eine Spread Trading Spekulation:

Nehmen wir an, wir haben zwei Aktien, eine der Firma A und eine der Firma B. Firma A betrachten wir eher positiv, Firma B erscheint uns als ein schwaches Unternehmen, was wir gegebenenfalls leerverkaufen könnten. Der Gesamtmarkt ist im „Zick-Zack-Modus“ und wir wissen nicht, ob nun Firma A richtig steigen oder Firma B richtig abschmieren wird bzw. wie sich der Gesamtmarkt überhaupt entwickeln wird.

Nach reiflicher Überlegung möchten wir in keinem der beiden einzelnen Fälle das Risiko wirklich eingehen, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Was also sollten Sie tun, wenn Sie das nächste Mal in einer solchen Situation sind? Ihr Kapital an der Seitenlinie Staub ansetzen lassen, während andere, die es besser wissen, sich lachend die Taschen füllen? Sicher nicht, denn hier kommt das Spread Trading ins Spiel.

So konstruieren Sie einen Spread

Wir entscheiden uns also, einen Spread zu konstruieren. Ziel unserer fiktiven Spekulation soll es sein, dass sich die Aktie der Firma A besser entwickelt als der Kurs der Firma B. Somit bauen wir eine Position aus zwei Teilen. Wir gehen einerseits long (d.h. wir setzen auf steigende Kurse) auf den Kurs der Firma A und short (d.h. wir setzen auf fallende Kurse) auf den Kurs der Firma B.

Was geschieht beim Spread Trading?

Zunächst einmal haben wir uns von der Gesamtmarktentwicklung bzw. von den zwei klassischen Handelsrichtungen („hoch“ oder „runter“) abgekoppelt, denn fallen die Kurse im Markt, verdienen wir über unseren Short auf die Aktie der Firma B. Steigen die Kurse, verdienen wir über den Long auf den Kurs der Firma A.

Der springende Punkt beim Spread Trading ist jedoch, dass sich die Werte so entwickeln müssen, dass bei einem Marktgefälle der Wert der Firma B weiter sinkt als der Wert der Firma A (auf diese Weise überkompensiert der Short-Gewinn den Verlust auf der Longseite).

Umgekehrt muss beim Spread Trading im Falle eines Anstiegs in den Märkten gelten, dass die Aktie der Firma A weiter steigt als Firma B (und so der Long den Verlust auf der Shortseite überkompensiert). Dies ist der einzige auf den ersten Blick scheinbar etwas komplizierter wirkende Teil beim Spread Trading.

Hat Spread Trading nicht viele Risiken und Nachteile?

Selbstverständlich gibt es auch beim „Spread Trading“ kein „free lunch“ (wie der englischsprachige Börsianer sagen würde). Viel mehr verschieben sich die Risiken beim Spread Trading weg vom klassischen direktionalen Risiko (d.h. die Frage, ob fallende oder steigende Kurse) hin zur relativen Entwicklung der beiden Werte, die beim Spread Trading genutzt werden.

Auch benötigen Sie beim Spread Trading einen doppelten Kapitaleinsatz, da Ihre Position doppelt so groß ist, im Vergleich zu einem normalen direktionalen Handel (Sie benötigen ja den Long und den Short in gleicher Größe, die Sie beide gleichzeitig setzen müssen).

Ebenso kommt hinzu, dass ein Leerverkauf über einen Aktienbroker von den Gebühren und der Abwicklung her nicht immer einfach ist.

Überwiegen die Nachteile also die Vorteile beim Spread Trading? Kurz und knapp: Auf keinen Fall.

Effizientes Spread Trading per CFD

Spread Trading lässt sich mit vielen Werkzeugen durchführen. Wenn Sie jedoch eine sehr effiziente Weise suchen, sollten Sie auf CFDs zurückgreifen, denn Spread Trading per CFD bietet Ihnen eine Reihe von entscheidenden Vorteilen:

  1. Niedrige Gebühren durch den Einsatz von CFDs (besonders beim Leerverkaufper CFD).
  2. Niedrige Kapitalbindung: Auch wenn ein Spread doppelt so viel Kapital fordert wie eine rein direktionale Position, können Sie diesem Nachteil des Spread Trading mit CFDs elegant ein Schnippchen schlagen. Der Grund ist einfach: CFDs erfordern nur einen kleinen Kapitalteil als Hinterlegungssumme (Margin). Auf diese Weise sinkt Ihr benötigtes Kapital beim Spread Trading entscheidend.
  3. Ein Leerverkauf per CFD ist deutlich einfacher als etwa der umständlichere Weg über einen herkömmlichen Aktienbroker.

Spread Trading kann sich in vielen Marktsituationen als sehr nützlich erweisen. Besonders in unklaren Marktphasen kann Spread Trading Ihnen helfen, die Performancekurve Ihres Depots elegant und souverän zu glätten ohne sich dabei dem Risiko auszusetzen zwischen die „Scherwinde“ des Marktes zu gelangen (nicht ohne Grund gehört Spread Trading zum strategischen Standardwerk sämtlicher Anlegerprofis).

Und mit CFDs haben Sie das optimale Werkzeug an der Hand, das Ihnen hilft, die bisherigen Nachteile beim Spread Trading elegant zu umgehen.

Damit steht Ihnen beim Spread Trading also nichts mehr im Wege und wir wünschen viel Erfolg!

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