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Wirtschaftstheorien Teil 24: Keynes und die Phillipskurve

In den letzten Ausgaben der Wirtschaftstheorien-Reihe hatten wir begonnen uns mit John Maynard Keynes zu beschäftigen, dem Vater der modernen Konjunkturpolitik.

In der letzten Ausgabe hatten wir uns mit Keynes Gedanken zur Inflation auseinandergesetzt. Und in der Ausgabe davor hatte ich Ihnen geschrieben, dass Kernpunkt der Thesen Keynes‘ die Vollbeschäftigung ist.

Heute möchte ich nun noch einen Nachtrag zu diesen beiden Themen anmerken, der diese explizit miteinander verbindet. Befassen wir uns mit dem

Phillipskurven-Zusammenhang

Um es noch einmal zusammen zu fassen: Keynes geht davon aus, dass zusammen mit der Vollbeschäftigung ein Nachfrageüberhang entsteht, der schließlich das Preisniveau anhebt.

Ich greife hier jetzt schon ein wenig voraus, aber kurz gesagt bedeutet das für Keynes auch: Wenn das Nachfragewachstum sinkt, also der Nachfrageüberhang zurückgeht (was mit einem Anstieg der Arbeitslosenrate einhergeht), dann sinkt auch die Inflation.

Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation.

Um diesen Zusammenhang darzustellen entwickelte der britische Ökonom Alban Phillips 1958 (also nach Keynes Tod) die nach ihm benannte Phillips-Kurve.

Die dahinter stehende Aussage ist vereinfacht: Je stärker die Arbeitslosigkeit steigt, desto tiefer sinkt die Inflationsrate!

Hier habe ich für Sie eine vereinfacht dargestellte Phillips-Kurve erstellt:

Phillips-Kurve: Je stärker die Arbeitslosigkeit steigt, desto tiefer sinkt die Inflationsrate

Leider funktionierte der Zusammenhang nur so lange bis die Stagflation kam, doch davon werde ich Ihnen in der nächsten Ausgaben berichten.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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