MenüMenü

Wie gut funktioniert Momentum Investing?

Momentum Investments werden definiert als: „Eine Investmentstrategie, die darauf abzielt, die Kontinuität der existierenden Markttrends zu kapitalisieren. Der Momentum-Investor glaubt, dass großen Preiserhöhungen einer Anlage weitere Gewinne folgen und gleiches gilt für sich absenkende Werte.“ Quelle: Investopedia.

Also was sind die Zeichen dafür, dass eine Aktie Momentum hat? Sicher hohes Volumen.

Aktien, die der Markt wirklich mag, besitzen eine höhere Chance, mehrfach neue Höhen zu erreichen.

Wird eine Aktie mit minimalem Volumen gehandelt, ist sie möglicherweise aus der Beliebtheitsskala der Investment-Gemeinschaft gefallen und die Chancen stehen gut, dass sie sich nirgendwo hin entwickelt.

Was noch hinzu kommt: wenn die Aktie von Institutionen gekauft wird, wird sich der Kauf in großen Blocks im Zeitraum von Tagen oder Wochen vollziehen, um den minimalsten Effekt auf den Preis zu haben.

Große Blocktrades – und der korrespondierende Anstieg im Volumen – ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass die großen Jungs im Spiel sind.

Falls Sie zu den Glücklichen gehören, die diese Aktien besitzen, können die Gewinne außerordentlich sein…

Der größte Vertreter des Momentum Investing

Einer der größten Verfechter des Momentum Investing ist William O’Neil, der Gründer und Vorsitzende von Investor’s Business Daily.

O’Neil, in seinem früheren Leben Broker, erreichte einen Gurustatus 1990, als seine Momentum-Investing-Strategie bei Do-it-yourself Investoren überaus beliebt wurde.

In seinem 1988 erschienenen Buch: „How to Make Money in Stocks“, prägte O’Neil den Begriff „CANSLIM“, um seine Investmentstrategie zu bewerben.

Jeder Buchstabe steht für eine der sieben Charakteristika, von denen O’Neil sagt, dass alle Aktien sie haben wenn sie extrem gewinnträchtig sind:

  • C = Current Earnings Per Share: aktuelle Gewinne pro Aktie Ein Minimum von 25% und steigend über die letzten Quartale.
  • A = Annual Earnings: Jährliche Gewinne mindestens 25% oder mehr im Lauf der letzten 3 Jahre.
  • N = New Product (or service): neue Produkte oder Dienstleistungen Um das Wachstum des Unternehmens “anzufeuern”.
  • S = Shares Outstanding: Bevorzugt so wenig wie möglich. Je geringer die Anzahl der Anteile, desto schneller entwickelt sich die Aktie.
  • L = Leader or Laggard? O’Neil schlägt vor, dass die Relative Price Strength einer Aktie mindestens 80 betragen sollte (dies bedeutet, dass sie 80% aller öffentlich gehandelten Unternehmen hinter sich gelassen hat).
  • I = Institutional Investors: Institutionelle steigen immer mehr in die Aktie ein.
  • M = Major Markets: Sollten höher tendieren, da 75% aller Aktie dazu tendieren der Gesamtrichtung des Marktes zu folgen.

O’Neil behauptete wiederholt, dass „CANSLIM“ keine Momentum-Trading-Strategie ist und dass er kein Momentum-Investor ist.

In seiner Sichtweise sortiert CANSLIM Unternehmen aus, die vor allem starke Fundamentaldaten haben.

Einmal von O’Neils “Gefühlen” abgesehen, praktiziert er tatsächlich eine Investmentstrategie im Momentum-Stil. Und das können Sie auch.

Wie gut funktioniert Momentum Investing?

Die American Association of Individual Investors (AAII) führte eine Studie durch und nutzte O’Neils CANSLIM Investmentstrategie-System von 1998 bis 2002 und fand heraus, dass es verlässlich, vorhersagbar und ein guter Performer in Bullen- und Bärenmärkten war.

Und das Beste daran? Es produzierte einen Gewinn von 350% über einen Fünf-Jahres-Zeitraum.

AAII stellte fest, dass es sich um eine gute Investmentstrategie für aktive Investoren handelt, die nach Wachstumsaktien suchen.

Und O’Neils System schließt Aktien mit hohen Kurs-Gewinn-Verhältnissen nicht aus.

Aktien mit einem hohen KGV sind sehr viel schwankungsanfälliger und riskanter, aber bewegen sich auch am schnellsten.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten