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Was gehört zu den Hausaufgaben eines Traders?

Was für ein Wochenende! Ich meine dabei nicht das herrliche Winterwetter, das wir hier in Bayern hatten. Nein, es geht mir hier um ein weniger angenehmes Thema.

Meine Frau hatte sich eine fiese Magen-Darm-Infekt eingefangen und so blieb es an mir, mit  den Kindern für die anstehenden Schulaufgaben für Mathematik und Englisch zu lernen.

Mache ich doch gerne! Schließlich endet nicht mit der Schulzeit die Zeit des Lernens. Jeder besucht die Schule des Lebens, ständig lernt man dazu. Auch beim Traden!

Die Welt dreht sich, die Finanzwelt noch schneller. Dinge verändern sich. Was gestern galt, muss nicht zwangsläufig in der Gegenwart oder in der Zukunft gelten. Leider ignorieren dies manche.

Diejenigen, die mit „dies war aber schon immer so“ argumentieren, damit ja nicht die Komfortzone verlassen wird, werden auf Dauer von ihrer eigenen Selbstgefälligkeit eingeholt werden.

Hausaufgaben des Traders

Was beim Traden lange Zeit funktioniert hat, muss nicht zwangsläufig in der Zukunft Trading-Gewinne einbringen. Der Trader muss sensibel auf die Veränderungen der Finanzmärkte achten, die Marktlage, die sich ständig ändern kann, im Auge behalten.

Dies sind Pflichtaufgaben eines jeden Marktteilnehmers, quasi dessen Hausaufgaben. Die Trades selbst sind dann letztlich die Schulaufgaben. Hier geht es um die Wurst!

Passen die Noten bzw. die Trading-Ergebnisse nicht und ist das Vorrücken in die nächste Klasse gefährdet, dann muss der Trader nachsitzen, mehr lernen – beim Traden ist dies der Fall, wenn über einen Zeitraum von mehreren Wochen keine Gewinne erzielt werden können.

Nachsitzen für den Erfolg

Lernen beim Trader bedeutet: Sich mit seinen Trades auseinandersetzen. Zu entdecken, was funktioniert hat, damit Gewinne dupliziert werden können. Und herauszufinden, was nicht funktioniert hat. Hier ist der Hebel am stärksten. Können Verluste minimiert werden, dann kommt es auch zum Turnaround.

Das Problem ist aber, dass die meisten Trader kein Trading-Tagebuch nutzen. Mit diesem Werkzeug kann aber das Nachsitzen Erfolg bringen. In der Regel wird eine Excel-Tabelle verwendet, die es einem ermöglicht, die wichtigsten Details eines Trades zu hinterlegen.

Dabei werden diese Angaben durch weitere Eintragungen ergänzt. Etwa auch Einträge, die auf den ersten Blick erst einmal nichts mit Trading zu tun haben. Doch spielt eben auch die körperliche Verfassung auf Dauer eine Rolle.

Auch werden sich die Trading-Ergebnisse unterscheiden, sofern mit oder ohne Stress gehandelt wird. Ein interessantes Thema, welches wir in den nächsten Wochen sicher einmal ein weniger intensiver beleuchten werden.

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Über den Autor
Till Kleinlein

Till Kleinlein ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wurde bereits sehr früh vom Börsenvirus infiziert.

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