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Die Kombination von MACD und Oszillator bietet gute Tradingchancen

In diesem Beitrag möchte ich über einen wichtigen Aspekt der Oszillatoren in Seitwärtsmarktphasen, auch Schiebezonen genannt, sprechen. Wann ist es besser nach Trendindikatoren wie dem MACD zu handeln und wann geben Oszillatoren die richtigen Handelssignale?

Sie haben es vielleicht schon bemerkt, worauf ich hinaus möchte, ist die Unterscheidung zwischen Trendmärkten und Seitwärtsbewegungen. Wenn Sie in der Lage sind, die Qualität eines Trends zu bestimmen, dann haben Sie bereits die schwierigste Frage beantwortet.

Welche Oszillatoren bieten sich an?

Ein Oszillator wird oftmals in einem Extrafenster außerhalb des Kurscharts abgebildet – in unserem Beispiel oberhalb des Gold-ETFs -und ist so konstruiert, dass er um eine Nulllinie herum oszilliert oder formelbedingt Werte zwischen 0 und 100 annehmen kann. Wir werden Ihnen in den nächsten Tagen die interessantesten Oszillatoren vorstellen. Gemeinsam haben sie im Wesentlichen die folgenden drei wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten

  • Identifikation von extremen Kursphasen (überkauft/überverkauft)
  • Divergenzen zwischen Oszillator und Kurskurve als vorlaufende Warnsignale
  • Handelssignale in Trendrichtung bei Überschreiten der Nulllinie (falls vorhanden)

Gold-ETF wie im Lehrbuch

Dass der Umgang mit Oszillatoren gar nicht so schwer ist und dem Trader nur etwas Übung abverlangt, möchte ich am Chart des Gold-ETF deutlich machen. Anfang August gab der MACD ein Kaufsignal (blaue Linie), das unmittelbar bis in den überkauften Bereich des Stochastik-Oszillators (Chartbereich oben, blauer Kasten) führte. Handelsregel 1: Das Verkaufssignal entsteht erst, wenn die Stochastik unter die 80-Prozent-Linie zurückfällt. Das war Anfang September der Fall. Zu diesem Zeitpunkt stehen sich aber ein MACD mit Kaufsignal und ein Stochastik-Indikator mit Verkaufssignal gegenüber -was also ist zu tun? Antwort: Der Trend hat die höhere Priorität, das Stochastiksignal ist zweitrangig. Stopps werden in solch einem Fall eng nachgeführt, aber Short Trades auf fallende Kurse sind zu vermeiden, denn der übergelagerte Trend ist aufwärtsgerichtet. Am 13. September folgen dann neue Kaufsignale und zwar von der Stochastik und vom MACD-Indikator gleichermaßen, was die Prognose, dass es sich um einen starken Aufwärtstrend handeln muss, bestätigt.

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