MenüMenü

Positive Trading-Ergebnisse – Ziel erreicht?

Wie Sie wissen, kann das Chamäleon seine Farbe in wenigen Sekunden wechseln. Dies geschieht mithilfe pigmenthaltiger Hautzellen und hilft dem Tier beim Überleben. Ein wenig sollten wir von diesem bizarren Tier übernehmen, schließlich ist er ein Überlebenskünstler.

Wir Anleger oder Trader brauchen aber natürlich nicht unsere Hautfarbe ändern, dies passiert höchstens als Nebenprodukt des Tradens, wenn Euphorie oder Angst überhandnimmt. Darauf möchte ich hier aber nicht hinaus.

Vielmehr sollten wir uns die Verwandlungskunst des Chamäleon zum Vorbild nehmen.

Wenn die eigene Strategie und Vorgehensweise von Erfolg gekrönt ist, ist dies natürlich nicht nötig. Doch gibt es keine Trading-Strategie, die in allen Marktphasen gleichsam erfolgreich ist. Leider!

In diesen Fällen ist es dann nötig, dass an der Strategie zumindest temporär Anpassungen vorgenommen werden. Etwa weil sich die Volatilität über einen längeren Zeitraum verändert hat. Aber auch eine dauerhafte Anpassung ist von Zeit zu Zeit empfehlenswert.

Die Welt dreht sich ja schon schnell, die Finanzwelt aber noch schneller. Da leuchtet es ein, eine Strategie mit seinen Parametern immer wieder einmal zu überprüfen.

Besser ist es noch, auch während der Umsetzung parallel andere Einstellung – etwa andere Indikatoren – zu testen. So kann eine schnelle und sanfte Modifikation der Vorgehensweise vorgenommen werden, sofern es die Marktlage erfordert.

Trading-Strategie: Verluste Teil des Spiels

So schnell wie beim Chamäleon muss dies aber natürlich nicht erfolgen. Der Trader darf sich nicht zu schnell von einer bislang erfolgreichen Strategie verabschieden oder zu viel und zu schnell Anpassungen vornehmen.

Schließlich ist auch der FC Bayern München nicht gleich eine mittelmäßige Mannschaft, wenn die Kicker mal ein, zwei Spiel verlieren. Auch eine kleine Verlustserie muss bei jeder noch so profitablen Trading-Strategie einkalkuliert werden und gehört zum Traden einfach dazu, ist Teil des Spiels.

Die Serie darf aber natürlich nicht zu lange andauern, dann ist der Rotstift bzw. der Strategie-Wechsel doch nötig.

Bereits gestern hatte ich Sie an meiner Coaching-Erfahrung teilhaben lassen. Der heutige Artikel entstand aus einer Leseranfrage, denn viele Trader, die erfolgreich sind, ruhen sich auf den Lorbeeren aus und vergessen, ihre Strategie auch für die Zukunft sicher zu machen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Till Kleinlein

Till Kleinlein ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wurde bereits sehr früh vom Börsenvirus infiziert.

Regelmäßig Analysen über Börsenwissen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Till Kleinlein. Über 344.000 Leser können nicht irren.