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Point & Figure – besondere Darstellungsform der Chart-Technik

Die verschiedenen Methoden der Chart-Technik gehören zu den meistdiskutierten und umstrittensten Analysemethoden an den Finanzmärkten. Allerdings ist es eine Tatsache, dass die technische Analyse immer mehr beachtet wird – auch weil zahlreiche große Investoren mehr und mehr Computermodelle einsetzen, denen Chart-Muster als Grundlage dienen.

Die Point & Figure Chart-Technik stellt dabei ein Verfahren dar, das bereits seit etwa 150 Jahren dazu genutzt wird, Kauf- oder Verkaufssignale (Trendumkehrungen) erkennen zu können. Dabei wurde die Methode im Lauf der Zeit immer weiter entwickelt, um wichtige Bestandteile bereichert und ein festes Regelwerk installiert.

Point & Figure: Hintergrund und Prinzip

Die Idee der Point & Figure Chart-Technik geht zurück auf Charles Dow, der auch der Begründer der wichtigsten US-Indizes wie des Dow Jones Industrial ist. Weiterentwickelt wurde das Verfahren jedoch erst in den 1950er-Jahren. Damals fügte die US-Investment-Gesellschaft Chartcraft wichtige Bestandteile hin und ordnete gleichzeitig das Vorhandene in ein festes Regelwerk.

Heute wird die Point & Figure Chart-Technik aus folgenden Gründen genutzt:

  • klare Marktanalyse
  • klare Trendbestimmung
  • eindeutige Trendlinien
  • Kurszielbestimmung
  • eindeutige Bestimmung von Stopp

Ein wichtiges Merkmal der Point & Figure Technik ist die klare Rasterung des Chart-Bilds, wobei es im Besonderen auf die Kästchengröße ankommt. Dadurch wird nicht jede Veränderung des Kurses eingezeichnet, sondern ein neuer Schritt erfolgt erst dann, wenn das folgende Kästchen erreicht wird

Hoch und Tiefs der Kurse lassen sich bei der Point & Figure Methode eindeutig daran erkennen, da der Chart in Form von X- (kennzeichnet steigende Kurse) und O-Säulen (kennzeichnet fallende Kurse) aufgebaut ist. Eine Trendumkehr manifestiert sich dadurch, dass ein neues X oder O nach dem Erreichen der vorgegebenen Kästchengröße eingezeichnet wird.

Kauf- oder Verkaufssignale sind relativ leicht zu erkennen. Beispielsweise stellt sich ein Kaufsignal so dar, dass die aktuelle X-Säule die vorangegangene um wenigstens ein X überschreitet. Ein Verkaufssignal identifiziert sich entsprechend über die O-Säulen.

Vorteile der Point & Figure-Technik

Im Gegensatz zu anderen Varianten der altbewährten Chart-Technik gibt es bei einem Point & Figure Chart keinen Interpretationsspielraum sondern ausschließlich klare Handlungsanweisungen. Somit hat das Bauchgefühl keine Bedeutung. Daher wird es vor allem von Börsenprofis und institutionellen Investoren verwendet.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Candlestick-Chart liefert der Point & Figure-Chart ganz klare Signale und zeigt an, wann ein Ausbruch ernst zu nehmen ist und wann nicht. Damit stellt er eine sehr gute Ergänzung bzw. Überprüfungsinstrument für andere Chart-Techniken dar. Ein weiterer großer Vorteil von Point & Figure ist, dass es sich problemlos auf alle Finanzinstrumente wie z.B. Fonds, Indizes oder Devisen und die unterschiedlichsten Anlageklassen anwenden lässt.

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