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Diese 6 Orderarten sollten Sie kennen

Ganz so einfach ist es nicht: Beim Aktienkauf werden Sie nicht zu Ihrer Bank gehen und – ähnlich wie beim Shopping – mit den Papieren unter dem Arm die Schalterhalle wieder verlassen. Schließlich wird der eigentliche Handel mit Wertpapieren in der Regel über die Börse abgewickelt.

Und so nimmt der Bankangestellte maximal Ihren Kauf- oder Verkaufs-Auftrag entgegen. Bei diesen als Orders bezeichneten Transaktionen gibt es jedoch unterschiedliche Varianten, die Sie kennen sollten.

1. Market Order

Dabei handelt es sich um die einfachste Form eines Kauf- oder Verkaufsauftrag. Die Market Order wird zum nächstmöglichen Kurs der Aktie ausgeführt.

In der Praxis wird sie beim Kauf mit „billigst“ und beim Verkauf mit „bestens“ tituliert. Demnach gibt es keine Begrenzung (kein Limit). Wer die Market Order anwendet, läuft Gefahr, zu teuer einzukaufen oder im anderen Fall zu günstig zu verkaufen.

2. Limit Order

Bei der Limit Order gibt der Käufer oder Verkäufer einer Aktie eine Preisgrenze, ein Limit, an. Ein Kauf wird dann ausgeführt, wenn die Durchführung zu einem bestimmten Preis oder billiger möglich ist. Ein Verkauf wird dann ausgeführt, wenn die Durchführung zu einem bestimmten Preis oder teurer realisiert werden kann.

3. Stop Buy Order

Eine Stop Buy Order oder Start Buy Order wird dann verwendet, wenn ein Marktteilnehmer der Meinung ist, dass die Kurse oberhalb einer bestimmten Marke weiter steigen werden. Bei der Stop Buy Order kommt es bei Überschreiten des angegebenen Niveaus unmittelbar zur Ausführung, da es sich hierbei um eine Order ohne Limit handelt.

4. Stop Loss Order

Mithilfe der Stop Loss Order können Gewinne abgesichert werden und (hohe) Verluste vermieden werden. Hierzu wird ein Stop Loss Limit angegeben, das unter den aktuellen Kursen liegt. Fällt der Kurs auf oder unter dieses Niveau wird die Order direkt ausgeführt.

5. One Cancels Other Order

Bei der One Cancels Other Order handelt es sich um 2 kombinierte Aufträge. Wenn eine der beiden vorab definierten Orders ausgeführt wird, kommt es zur unmittelbaren Streichung der anderen.

Ein Beispiel: Der Anleger Herr Schmidt möchte eine Aktie durch eine Stop Loss Order gegen Verluste absichern. Gleichzeitig möchte Schmidt, dass die Position geschlossen wird, wenn ein gewisser Kurs erreicht wird. Abhängig davon, was als erstes eintritt, wird eine Order ausgeführt und die andere gelöscht.

6. Trailing Stop Order

Eine Trailing Stop Order ist eine nachlaufende Order. Damit können z.B. laufende Gewinne immer mehr abgesichert werden. Trailing Stops können in absoluten Zahlen oder prozentual unter den festgestellten Höchst- oder Tiefstkursen angepasst werden.

Ein Beispiel: Eine Aktien-Position wird mit einem Trailing Stop von 5 € ausgestattet. Eine vorhandene Stop Loss Order wird mit jedem neuen Höchstkurs so angepasst, dass das Stop Loss Limit 5 € unter dem jeweiligen neuen Höchstkurs platziert wird.

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