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Negative Trading-Ergebnisse trotz erfolgreicher Trading-Strategie

Häufig erlebe ich es, dass Trading-Anfänger, die mich kontaktieren, eigentlich das passende Rüstzeug zum erfolgreichen Traden haben, aber dennoch scheitern.

Der Trader hat eine Trading-Strategie, die einen positiven Erwartungswert aufweist – hier muss ich als Coach also nicht ansetzen -, die Ergebnisse sind aber trotzdem negativ. Wie kann das sein?

Der Faktor Mensch entscheidet letztlich über Erfolg und Misserfolg beim Traden.

Es gibt bestimmte Merkmale, die erfolgreiche Trader auszeichnen – und damit meine ich nicht Trader, die erst seit kurzem erfolgreich sind, sondern über eine lange Wegstrecke bewiesen haben, profitabel zu handeln, trotz zwischenzeitlicher Misserfolge, die einfach dazu gehören,.

Entscheidende Faktoren für Erfolg und Misserfolg

Bestimmte Tugenden bilden die Grundlage für kluge Anlageentscheidungen und für langfristigen finanziellen Erfolg an den Börsen. Hierzu zählen:

Ohne Spaß und Leidenschaft am Traden und an der Börse, an den Zusammenhängen im modernen Finanzmarktsystem geht es nicht. Dies muss eine Grundeinstellung sein und zwar eine positive.

Für Sie als Leser meiner Kolumne eine Selbstverständlichkeit, doch gerade durch die  Finanz- und Schuldenkrise hat das Image derjenigen, die mit Geld zu tun haben, weiter gelitten. Da bleiben nur noch die Börsianer übrig, die sich wirklich mit Leib und Seele der Börse verschrieben haben.

Da sich der Mensch bekanntermaßen häufig selbst im Weg steht, braucht es viel Disziplin, um den eingeschlagenen Weg nicht zu verlassen.

Am Wegesrand lauern viele Gefahren und Ablenkungen, die es schwierig machen, die eigene Strategie bzw. die aufgestellten Regeln auch konsequent umzusetzen. Gerade, wenn es einmal nicht so gut läuft.

Wir sind Marathonläufer!

Neben der Disziplin braucht es aber auch Ausdauer, um den Atem zu haben, eine Strategie trotz mancher Durststrecke auch durchzuhalten. Schließlich gibt keine Strategie, die zu jeder Marktphase passt.

Traden ist eben kein Sprint, auch wenn dies im ersten Moment vielleicht danach aussieht. Traden ist vielmehr ein Marathonlauf, bei dem auch der Sieger jede Menge Aufs und Abs

durchlebt, bevor er triumphierend durchs Ziel rennt.

Ganz wichtig ist auch die Kontrolle über die eigenen Emotionen. Wenn auch nie hundertprozentig möglich, so ist es ideal, den größten Gegnern des Traders keine Angriffsfläche zu bieten: der Angst und der Gier.

Denn wenn sich diese Feinde des Börsianers in den Gedankengängen erst einmal verfangen, dann sind Fehler beim Traden vorprogrammiert – beispielsweise, indem man Trading-Ideen nicht umsetzt, oder aber Trading-Ideen durchführt, die eigentlich nicht ganz den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Talente werden attackiert

Zu viel ist nicht gut, aber eine gewisse Risikoneigung braucht man als Trader. Die Kunst dabei ist, diese im Zaum zu halten und den Gegebenheiten, etwa dem Trading-Konto und dem Marktumfeld, entsprechend anzupassen.

Ein österreichischer Kabarettist hat einmal einen Satz geprägt, der die Börsenpsychologie nicht besser hätte beschreiben können. Beim Denken ans Vermögen leidet oft das Denkvermögen.

Hierin besteht dann auch die Gefahr, dass die zuvor aufgeführten Talente des Traders zunichte gemacht werden. Traden ist also ein immerwährender Prozess, der das Festhalten an die vorhandenen oder erworbenen Eigenschaften zwingend erfordert.

Und damit wären wird dann wieder am Ausgangspunkt dieser Aufzählung der wichtigsten Merkmale eines Traders angelangt.

Beim Coaching geht man den Schwächen des Traders auf den Grund und arbeitet an diesen. Nicht selten braucht es nur kleine Hilfestellungen und die Schwächen sind ausgemerzt.

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Über den Autor
Till Kleinlein

Till Kleinlein ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wurde bereits sehr früh vom Börsenvirus infiziert.

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