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Mick Knauff rät: Achten Sie auf Ihre Handelskosten!

Börsenexperte Mick Knauff holt alles aus seinem Depot. Für maximale Rendite überprüft Mick Knauff seine Handelskosten genauso akribisch wie seine Aktien.

Durch bedachte Brokerwahl können Sie 1 % Extra-Rendite pro Jahr machen

Viele Anleger und Trader achten nicht auf ihre Kosten. Das ist fatal. Denn jeder ausgegebene Euro mindert die Rendite und muss erst einmal verdient werden. Für mich ist jeder nicht ausgegebene Euro genauso viel wert wie ein verdienter Euro.

Beispiel Broker: Es gibt Online-Broker, bei denen Sie für 5 Euro handeln können und es gibt Broker, bei denen es 10 Euro pro Transaktion kostet. Bei Handels-Apotheken kostet es auch gern mal 15 oder 20 Euro.

Jetzt machen Sie einmal auf Ihrem 30.000 Euro Konto 20 Transaktionen im Jahr. Bei Broker 1 kostet es 100 Euro, bei Broker 2 schon 200 Euro und bei Broker 3 300 bis 400 Euro. Der Wechsel von Broker 3 zu Broker 1 spart Ihnen in diesem Fall also 200 bis 300 Euro. Das ist gleich bedeutend mit einer Rendite-Steigerung um bis zu einen Prozentpunkt.

Das klingt nicht nach viel. Doch überlegen Sie einmal, was Anleger heutzutage für 1 % tun müssen. Da müssen Sie schon in Hochrisiko-Anleihen gehen, denn mit sicheren Staatsanleihen aus Deutschland gäbe es selbst dann keine 1 % Rendite pro Jahr, wenn Sie sich für 30 (in Worten dreißig) Jahre binden würden. Und beim Aktienhandel gibt es diese 1% Rendite extra, zusätzlich, durch einen simplen Broker-Wechsel.

Die Tradingfrequenz bestimmt über die Kostenhöhe – handeln Sie nicht zu oft

Nun sagen Sie vielleicht, dass Sie bereits bei einem günstigen Broker handeln. Dann bitte ich Sie, Ihre Handelsfrequenz zu überprüfen. Wie oft handeln Sie? Ich kenne Anleger, die „zur Sicherheit“ ihre Discount-Zertifikate immer eine Woche vor Fälligkeit verkaufen. Das sind schnell mal 100 bis 200 Euro zusätzliche Kosten pro Jahr, ohne dass dadurch ein Zusatznutzen für den Anleger generiert werden würde.

Richtig übel sieht es oft bei privaten Daytradern aus. Trading-Broker verstecken die Kosten oft geschickt im Spread, der Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Ich sah schon Tradingkonten, bei denen der Trader dachte, gratis zu handeln, bei denen aber durch den Spread Kosten von 10.000 Euro im Jahr zusammenkamen. Und die wollen erst einmal verdient werden.

Daher gilt für mich, ob beim Anlegen oder Traden, dass in strikter Kostenkontrolle ein enormer Hebel für Gewinnsteigerungen versteckt ist.

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Über den Autor Mick Knauff

Mick Knauff ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse aktiv. Seit mehr als 15 Jahren begleitet er das tägliche Börsengeschehen journalistisch und war am Aufbau mehrerer Börsen-Nachrichtenredaktionen beteiligt.

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