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Wie Sie mit Immobilien Geld verdienen können

Wie sind die heutigen Immobilien-Millionäre reich geworden? Einige werden eine Immobilien-Strategie befolgt haben, zu der ich nicht rate. Sie haben außergewöhnliche Risiken auf sich genommen.

Hebel als zweischneidiges Schwert

Wenn sich ein Baulöwe 10 Millionen Dollar leiht und in ein Bauprojekt steckt, dann wird das wahrscheinliche Ergebnis entweder ein Gewinn von mehreren Millionen Dollar oder ein Verlust von mehreren Millionen Dollar sein. Wegen des durch die Schulden erhöhten Risikos kann das ganze Projekt den Bach runtergehen, wenn es sich um ein schlechtes Projekt handelt. Wenn das Projekt gut ist, dann können Gewinne in Millionenhöhe anfallen. Aber es gibt so viel Risiko dabei – und wegen der Schulden noch einen Hebel.

Dieser Hebel ist ein zweischneidiges Schwert. Schließlich ist man für jeden Cent, den man sich leiht, verantwortlich. Die japanischen Immobilien-Investoren haben das auf die harte Tour lernenmüssen, denn die Immobilienpreise in Tokio liegen immer noch bei vielleicht nur der Hälfte des Wertes, den sie vor über zwei Jahrzehnten hatten.

Aber auch wenn man eine Hypothek von 500.000 Dollar aufnimmt und dann der Preis des damit gekauften Hauses auf 250.000 Dollar fällt, schuldet man trotzdem noch diese 500.000 Dollar. Es ist der Hebel, der durch die Schulden erreicht wird, der den Leuten Probleme macht.

Schulden und Diversifizierung bestimmen Risiko

Also gibt es zwei ultimative grundlegende Dinge, die Ihr Risiko und Ihre Rendite bei Investitionen am Immobilienmarkt bestimmen: Die Schulden und die Diversifizierung. Sie können Ihr Risiko substanziell verringern, wenn Sie in verschiedene Immobilien und verschiedene Sektoren diversifizieren. Oder Sie können Ihr Risiko substanziell erhöhen, indem Sie hohe Schulden aufnehmen.

Im Vergleich mit anderen Anlagekategorien sieht der Immobilienmarkt ziemlich gut aus. Auch wenn die Immobilienpreise um 6 % pro Jahr steigen, dann haben Sie dennoch mit Immobilien eine gute Gesamtrendite erzielen können (wenn Sie Mieteinnahmen oder Dividenden von Immobilienaktien berücksichtigen).

Wenn der Preis Ihres Hauses um 6 % pro Jahr gestiegen ist und Sie mit diesem Haus eine Mietrendite von 7 % erzielt haben, dann kann dies locker mit Aktien sogar in guten Zeiten mithalten. Und da der Immobilienmarkt in den letzten Jahren nur eine geringe Korrelation zum Aktienmarkt gezeigt hat, ist es sogar noch besser, Immobilien aus Diversifizierungsgründen bei Ihrer Vermögensaufteilung zu berücksichtigen.

Besonders Geschäftsimmobilien haben sich in den USA langfristig durchaus gut entwickelt. Und auch die Volatilität war niedriger als bei Aktien. Geschäftsimmobilien verdienen sich einen Platz in Ihrem Portfolio.

Wichtige Faktoren am Immobilienmarkt

Natürlich sind niedrige Kreditzinsen auf den ersten Blick durchaus vorteilhaft für den Kauf von Immobilien. Ist doch die Finanzierung dadurch ein gutes Stück niedriger, was die Kosten angeht. Doch macht das einen Hauskauf bereits zur ausgemachten Sache?

Niedrige Kreditzinsen sind nämlich nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Jeder Preis am Markt entsteht durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Immobilien bilden hier keine Ausnahme. Nun führen niedrige Kreditzinsen tatsächlich zu billigeren Finanzierungskonditionen. Aber das wissen natürlich nicht nur Sie als potenzieller Kaufinteressent, sondern eine ganze Menge weiterer Menschen auch.

Mit anderen Worten, es steigt in solchen Zeiten gleichzeitig die Nachfrage nach Immobilien massiv an, was wiederum die Preise für Immobilien sehr in die Höhe treibt. Kommt dazu noch Unsicherheit hinzu, wie es etwa mit dem Geldwert des Euros oder der Sicherheit Ihres Ersparten weitergeht, haben Sie einen weiteren Faktor, der viele Menschen ins „Betongold“ treibt.

Immobilie zur Eigennutzung ein Luxusgut?

Dies wiederum führt zu einem interessanten Resultat, nämlich gerade nicht zu einem Käufermarkt, sondern zu einem idealen Markt für Verkäufer von Immobilien. Nur verstehen das leider die wenigsten Menschen. Ich sehe dies selbst immer wieder bei Altersgenossen, die nun mehr oder weniger frisch geheiratet haben, und natürlich standesgemäß das Eigenheim erwerben möchten.

Die eigentliche Tragik dabei ist jedoch, dass diese Menschen glauben, ein Schnäppchen gemacht zu haben, jedoch die Betriebskosten eines Hauses und Nebenkosten beim Kauf übersehen und mit ihrer Immobilie sämtliche Liquidität auf die nächsten Jahrzehnte binden. Ein Vermögensaufbau ist damit extrem erschwert.

Ich kann Ihnen aus aktuellem Anlass nur raten, eine derartige Entscheidung genau durchzurechnen und zu überlegen. Eine Immobilie zur Eigennutzung ist in meinen Augen kein Vermögensgegenstand, sondern lediglich ein Luxusgut, da sie Ihnen kein Einkommen bringt, sondern nur Geld verschlingt. Anders sieht es bei Immobilien zur Vermietung aus. Hier betreiben Sie ein eigenes Geschäft, das sicher in jedem Markt laufen kann, wenn Sie gut sind.

Über 10 % Eigenkapitalrendite bei Vermietung von Immobilien

Der Immobilienmarkt bietet Chancen für Sie als Anleger. Es gibt zwar nicht unbedingt die tolle Preissteigerungsphantasie wie in den Wirtschaftswunderjahren. Dafür können Sie aber über die Vermietung von Immobilien teilweise immer noch Eigenkapitalrenditen im zweistelligen Prozentbereich im Jahr einstecken. Bei der Finanzierung der Immobilie sollten Sie die Angebote der einzelnen Banken unbedingt vergleichen. Denn hier gibt es teilweise große Unterschiede.

Hauskauf – nicht ans Limit gehen

Außerdem ist es wichtig, beim Häuserkauf nicht „ans Limit“ zu gehen und das teuerste Haus kaufen, was man sich hätte leisten können. Dies gestattete einem das Geld für andere Dinge zu verwenden, die die finanzielle Situation nachhaltig verbessern kann. Durch das Nichtausgeben einer bestimmten Summe pro Monat, kann man die Anzahlung für Investment- und Vermietungsimmobilien leisten. Und diese Investments wiederum sind positiv vom Cash Flow her und vergrößern damit das Einkommen jeden Monat.

Anstatt mehr Ausgaben pro Monat zu haben, die für die Instandhaltung und den Betrieb des Hauses nötig gewesen wären, bringt das gesparte Geld nun noch mehr Geld.

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Über den Autor Investor Verlag

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Alte Kommentare
  • Dr Heinemann schrieb am 26.01.2012, 18:36 Uhr

    Also, mein lieber Herr Sjuggerud, ich kenne Sie nicht und ich weiß nicht, welchen Bezug Sie zu Immobilien haben. Ich kann von mir, aus meiner eigenen jahrelangen Immobilienerfahrung sprechen. Und ich habe mit Immobilien sieben- bis achtstelliges Kapital verdient, nicht erwirtschaftet und nicht umgesetzt. Mein Gewinn aus Immobiliengeschäften waren Millionen. Und deshalb versichere ich Ihnen, Herr Sjuggerud, so einen Unfug über Immobilien, den Sie schreiben, habe ich noch nie gelesen! Sie brauchen meinen Kommentar nicht zu veröffentlichen. Sie können mir gern eine private e-mail senden. Wir können uns dann austauschen. Beste Grüße Ihr Dr. H.

    • Prömel antwortete am 11.11.2012, 17:46 Uhr

      Guten Tag Herr Dr. Heinemann, ich habe selbst ein Immobiliendienstleistungsunternehmen und würde mich gerne mit einem erfahrenen Menschen wie Ihnen unterhalten. Würde mich über eine Nachricht freuen. Mit freundlichen Grüßen

    • Herr Deisler antwortete am 02.12.2012, 07:40 Uhr

      Hallo Herr Sjuggerud, Ich glaube nicht, dass Sie aus eigene Erfahrung sprechen. Und Bedenken Sie 6% Versteigerung ist eher selten und wenn man dann noch die Inflationsrate berücksichtigt , dann sieht doch auch alles immer anders aus. Hinzu kommt es hilft auch nicht immer solch eine Wersteigerung, wenn man diese nicht an den Mieter jährlich weiter geben kann.. Sie können mir gern antworten. Mfg