MenüMenü

Sinnvolle Investitionen im Zeitalter der Renditekrise

Der Kapitalmarkt befindet sich seit Jahren auf einem Tiefpunkt. Nicht nur die Euro-Krise hat das Umfeld nachhaltig erschüttert, niedrige Renditen und schwankende Sicherheitsrisiken haben das Vertrauen von Anlegern in so manche Investmentbranche geschwächt. Gleichzeitig macht die stetige Verteuerung der Lebenshaltungskosten es wichtiger denn je, sein Kapital vor allem im Hinblick auf die Zukunft und die Altersvorsorge sinnvoll anzulegen. Aber gibt es sie überhaupt noch, die sinnvolle Geldanlage? Oder ist das sprichwörtliche Polster unter dem Kopfkissen inzwischen zur einzig sicheren Variante geworden?

Sparmodelle als klassische Anlageform

Sparmodelle stellen die wohl konservativste Form der Geldanlage dar. Aufgrund ihrer besonders hohen Sicherheit sind sie trotz äußerst niedriger Renditen in der heutigen Zeit aber wieder zu einer beliebten Investitionsmöglichkeit geworden. Zu den typischsten Sparmodellen gehören:

  • Festgeldkonten
  • Tagesgeldkonten
  • Sparbücher
  • Sparpläne
  • Bausparverträge

Eines haben all diese Sparmodelle gemeinsam: Sie bringen nur sehr geringe Renditen. Tagesgeldkonten bieten derzeit Zinsen von durchschnittlich 1 bis 1,5%. Das dort angelegte Geld ist täglich verfügbar, wodurch sich dieses Sparmodell vor allem als Puffer für unvorhergesehen Ausgaben im kleineren oder mittleren Umfang anbietet. Tagesgeldkonten unterliegen allerdings täglichen Zinsschwankungen der Banken. Sparbücher locken mit noch geringeren Renditen.

Bei Sparplänen und Festgeldkonten ist je nach Anbieter etwas mehr zu holen. Wer eine größere Summe über einen Zeitraum von mindestens 5 bis 10 Jahren entbehren kann, darf immerhin mit Renditen von 2 bis 4% rechnen. Der Nachteil: Das Kapital wird langfristig gebunden und steht für unvorhergesehene Ausgaben nur zur Verfügung, wenn der Anleger große Verluste in Kauf nimmt. Trotzdem bleiben Sparmodelle als konservative Anlageform vor allem für Anleger mit geringer Risikobereitschaft attraktiv.

Zu den vielseitigsten Sparplänen gehört immer noch der Bausparvertrag. Dieser Sparvertrag wird in der Regel mit einer Bausparkasse über eine bestimmte Zielsumme abgeschlossen und mit einem monatlichen Betrag oder einmaligen Sondereinlagen bespart, wie auf bkm.de erklärt wird. Der Vorteil für den Anleger: Er sichert sich nicht nur vergleichsweise attraktive Guthabenzinsen, sondern auch die Option auf einen langfristig niedrigen Zinssatz und günstige Rahmenbedingungen für den Fall, dass der Bausparvertrag in die Finanzierung einer Immobilie einfließen soll. Darüber hinaus kann ein Bausparvertrag mit staatlichen Sparprogrammen wie der einkommensunabhängigen Riester-Förderung kombiniert werden.

Immobilie als Geldanlage

Immobilien sind eine besonders gefragte Form der Geldanlage, denn sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit und recht gute Renditeaussichten. Mit einer Investition in Immobilien ist aber nicht unbedingt der Bau oder Kauf eines Eigenheims zur privaten Nutzung oder Vermietung gemeint. Es geht dabei eher um die Beteiligung an größeren Bauvorhaben, die die hohe Nachfrage im Bereich Wohn- und Arbeitsraum decken sollen. Der Immobilienmarkt boomt und gehört zu den wachstumsstärksten Branchen unserer Zeit.

Wie kommt das? Das Angebot an Wohn- und Arbeitsfläche wird immer knapper. Vor allem in urbanen Ballungsgebieten übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem. Jedes Jahr fehlen rund 100.000 Wohnungen, um die Nachfrage flächendeckend bedienen zu können. Die Schaffung neuen Wohn- und Arbeitsraumes kurbelt die Wirtschaft seit Monaten immens an und Bauunternehmen und Zulieferer erfreuen sich einer besonders guten Auftragslage.

Aktienmarkt profitiert von Wohnungsnachfrage

Von der Hochkonjunktur in der Baubranche profitiert auch der Aktienmarkt. Bauaktien und Immobilienfonds sind derzeit ein ebenso beliebter wie lukrativer Anlageposten. Wer jetzt in die richtigen Wertpapiere investiert, kann sich wahrscheinlich auch langfristig über sichere Renditen freuen, denn der Bedarf an Wohn- und Arbeitsflächen wird in den nächsten Jahren eher steigen als sinken. Vor allem Aktien und Wertpapiere von Unternehmen in städtischen Gebieten sind ein guter Tipp für Anleger. Immobilienfonds bieten gleich mehrere Vorteile: Einerseits sind sie aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage eine relativ sichere Anlageform, andererseits bieten sie auch Investoren mit begrenztem Kapital gute Anlagemöglichkeiten.

Für Privatanleger bieten sich vor allem die so genannten offenen Immobilienfonds an, über die es möglich ist, sein Geld in mehrere Projekte gleichzeitig zu investieren und dadurch Risiken und Renditechancen gleichermaßen zu streuen. Denn auch für den Immobilienmarkt gilt: Wirklich sicher ist nichts.

Die Nachfrage ist in den letzten Jahren zwar stetig gestiegen und wird es allen Prognosen zufolge auch künftig weiter tun, trotzdem bleiben Bauprojekte zumindest in einzelnen Regionen spekulativ. Nicht immer entwickeln sich Kauf- und Mietpreise so, wie es zu erwarten war und so manches Brauprojekt bleibt in Sachen Rentabilität letztendlich doch hinter seinen Erwartungen zurück.

Aktienmarkt bietet gute Renditechancen

Die risikoreichste aber gleichzeitig renditestärkste Anlageform ist und bleibt der Aktienmarkt. Dort wird das Geld in Anteile einzelner Unternehmen investiert. Renditen von bis zu 15% sind in diesem Bereich keine Seltenheit. Wer sein Geld am Aktienmarkt investieren möchte, sollte allerdings mit dem erhöhten Risiko leben können, das damit verbunden ist. Kursschwankungen können extrem ausfallen und neben hohen Renditen sind auch größere Verluste möglich.

Das Risiko lässt sich durch eine breite Streuung der erworbenen Anteile deutlich minimieren. Allerdings lassen sich auch Gewinne auf diese Weise weniger gezielt abschöpfen. Auch Aktienfonds bieten eine breitere Risikostreuung. Vorteil für den Anleger: Aktienfonds werden in den meisten Fällen von einem Fondsmanager verwaltet. So ist es möglich, auch ohne detaillierte Vorkenntnisse am Aktienmarkt mitzumischen. Unsere 10 Tipps für Aktien-Einsteiger zeigen, wie der erfolgreiche Start am Kapitalmarkt gelingt.

Wer Chancen und Risiken gegeneinander abwägen möchte, kann die etwas sichereren Aktienfonds mit einer Auswahl anderer Kapitalmarktprodukte mischen. Besonders beliebt sind derzeit Immobilienaktien, da sie hohe Renditen und ein gewisses Maß an Sicherheit versprechen. Immobilienaktien haben Wohn- und Geschäftsgebäude als Sicherheit und können dadurch das Verlustrisiko etwas minimieren, nicht aber die für den Aktienmarkt typischen Kursschwankungen.

Börsennotierte Gesellschaften verkaufen Immobilienaktien an Aktionäre. Der Vorteil für den Anleger liegt unter anderem darin, dass die Gesellschaften 90% ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten müssen. Die Renditechancen sind in diesem Bereich also besonders hoch.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten