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Fürstentum Liechtenstein: So sichern und behalten Sie zu Lebzeiten die Entscheidungshoheit über Ihr Geld!

Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten von Versicherungspolicen aus dem Fürstentum Liechtenstein sind vielen Kapitalanlegern, Bürgern und Verbrauchern nach wie vor vollkommen unbekannt.

Eine nach meiner Einschätzung für viele unter Ihnen sehr interessante Gestaltungsmöglichkeit, basierend auf einem konkreten Praxisfall, stelle ich Ihnen nachfolgend vor.

Die Versicherungs-Schenkung mit Entscheidungsgewalt zu Lebzeiten

Eine Leserin schilderte mir, dass sie aufgrund der hohen Schenkungssteuerfreibeträge ihren drei Kindern zu Lebzeiten Gelder übertragen will.

Allerdings möchte sie bis zu ihrem Tod weiterhin die Entscheidungsgewalt über die Anlagen und die Verwendung der entsprechenden Vermögenswerte behalten.

Sie hat sich deswegen dazu entschieden, ihre Vermögenswerte in eine liechtensteinische Versicherungspolice einzubringen. Dazu wurden drei Versicherungsverträge abgeschlossen. Bei allen Policen ist die Leserin sowohl Versicherungsnehmerin als auch versicherte Person.

Nach der sogenannten Policierung werden die Verträge an ihre Kinder übertragen. Jedem der drei Kinder steht dabei ein hoher Schenkungssteuerfreibetrag von 400.000 Euro zur Verfügung, der alle zehn Jahre neu genutzt werden kann.

Die Mutter kann dadurch 1,2 Millionen Euro steuerfrei bereits zu Lebzeiten an ihre Kinder übertragen. In der Praxis erfolgte hierzu ein sogenannter Versicherungsnehmerwechsel, der unentgeltlich stattfindet.

Die Leserin wollte aber trotz der Übertragung vermeiden, dass ihre Kinder vor ihrem Tod die verschenkten Lebensversicherungspolicen wieder auflösen und das Geld frühzeitig „verprassen“.

99% Schenkungsanteil bedeutet 100% Entscheidungssicherheit!

Um dieses Ziel zu erreichen gibt es eine ganz einfache, aber absolut wirkungsvolle Gestaltungsmöglichkeit in der Praxis. Die Mutter macht im Rahmen der Versicherungspolice nur eine unentgeltliche Übertragung (Schenkung) der Versicherungspolicen zu 99% an ihre Kinder.

Dadurch bleibt sie mit 1% weiterhin Versicherungsnehmerin.

Da über die Verfügungen in einer Versicherungspolice alle Versicherungsnehmer ihre Zustimmung geben müssen, können die Kinder ohne ihre Zustimmung die Verträge weder kündigen, abtreten noch sich auszahlen lassen.

Erst im Todesfall entsteht der Zugriff, genauso wie es die Leserin haben möchte. Der lediglich kleine, aber aus meiner Sicht vollkommen vernachlässigbare „Nachteil“ dieser Gestaltungsmöglichkeit ist, dass dann für das bei der Mutter verbliebene eine Prozent die Erbschaftsteuer anfällt.

99% können jedoch steuerfrei übertragen werden – verbleiben aber dennoch zu Lebzeiten in der Entscheidungsgewalt meiner Leserin.

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Über den Autor
Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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