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Europol warnt vor neuem Computervirus

Regierungen und Unternehmen der ganzen Welt sind seit Tagen in Panik – ein neuer Computervirus namens „WannaCry“ treibt sein Unwesen.

Es handelt sich dabei um so genannte „Ransomware“. Der Virus infiziert Ihren Computer und verschlüsselt Ihre Daten. Ihr PC wird also als Geisel gehalten. Wenn Sie wieder auf die Daten zugreifen wollen, müssen Sie 300 US-Dollar „Lösegeld“ an die Hacker überweisen.

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Laut Europol sind über 200.000 Computer in mehr als 150 Ländern infiziert

Die Auswirkungen dieses neuen Computervirus sind katastrophal. Rob Wainwright – Direktor von Europol – dazu:

„Wir haben noch nie etwas dieser Art gesehen.“

In China wurden hunderttausende Computer infiziert. Darunter waren auch Tankstellen, Geldautomaten und Universitäten. Sogar das Unternehmen Qihoo 360 – der größte Hersteller von Antivirensoftware – ging dank „WannaCry“ kurzzeitig in die Knie.

Der französische Autohersteller Renault gab bekannt, dass die Fabrik Douai für einen Tag komplett stillgelegt werden muss. Dies ist die größte Fabrik von Renault mit 5.500 Angestellten.

Bei der Deutschen Bahn arbeiteten die Mitarbeiter unter Hochdruck daran, um die lahmgelegten Anzeigetafeln an Bahnhöfen wieder flott zu kriegen.

In Japan gab das Unternehmen Hitachi bekannt, dass einige seiner wichtigsten Computer infiziert seien.

In Südkorea wurde die größte Kino-Kette CJ CGV Co. infiziert.

Und Indonesien berichtet, dass zwei der größten Krankenhäuser in Jakarta durch den Virus betroffen sind.

22-jähriger Brite deaktiviert den Virus mit einem „Killswitch“

Die Massenmedien geben bereits Entwarnung vor dem neuen Computervirus. Die Epidemie von „WannaCry“ konnte kurzzeitig eingedämmt werden, da ein 22-jähriger Brite einen so genannten „Killswitch“ im Programmcode des Virus entdeckt hat.

Dabei handelt es sich um einen „Aus-Schalter“, der die Ausbreitung des Virus stoppt. Dieser Schalter wurde aktiviert… die Epidemie von WannaCry ist damit – vorerst – gestoppt.

Doch dadurch sollten Sie sich nicht in Sicherheit wiegen…

Der Cyberterrorismus steht erst in den Startlöchern

Der Computervirus WannaCry ist nur Teil einer ganzen Kollektion von Hacker-Software, die im April in die freie Wildbahn gelang.

Eine Hackergruppe namens „Shadow Broker“ veröffentlichte insgesamt 15 Hackertools, die allesamt von der NSA entwickelt wurden. Darunter auch der neue Computervirus WannaCry.

Es handelt sich hier nicht um „Hinterhof-Software“, die von Amateuren gestrickt wurde. WannaCry basiert auf Software, die speziell zur digitalen Kriegsführung entwickelt wurde.

Und jeder Verbrecher der Welt kann Sie mit dieser Software angreifen.

Computer-Experten erwarten bereits die nächste Angriffswelle

Mit der Eindämmung von „WannaCry“ ist deshalb noch kein Ende des Cyberterrorismus in Sicht. Sicherheitsexperten erwarten bereits die nächste Angriffswelle, denn neben „WannaCry“ befinden sich noch 14 weitere Hackerwerkzeuge der NSA im Umlauf.

Daran sehen Sie ganz deutlich: Die Regierungen dieser Welt sind nicht einmal in der Lage, Sie vor den eigenen Geheimdiensten zu schützen!

Gehen Sie davon aus, dass schon in Kürze der nächste Computervirus durch die Medien geht!

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