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EU-Warnung: Das Geld- und Steuersystem Roms!

Nero ist in die Geschichtsbücher eingegangen als einer der umstrittensten Kaiser des Römischen Reiches. Viele verbinden den großen Brand Roms mit seinem Namen.

Ob er diesen Brand wirklich selbst gelegt, oder veranlasst hat ist dabei unter Historikern sehr umstritten.

Aus meiner Sicht und nach meinem bescheidenen Wissen was ich mir jedoch sehr intensiv angelesen habe, sprechen die rationalen Fakten eher dagegen.

Nero als Brandstifter Roms dürfte somit ein geschichtlicher Mythos sein. Ein anderer Aspekt ist aber für mich sehr klar belegbar.

Nero führte die erste wesentliche Münzverschlechterung im Römischen Reich ein

Caesar produzierte 50 vor Christus die ersten Goldmünzen, die als „Aureus“ bezeichnet wurden. Der “Aureus” war eine goldene Einheitsmünze. Unter Kaiser Nero wurden die Münzen in ihrer Qualität erheblich verschlechtert.

Dieser Prozess setzte sich dann weiter fort. Das einst so glorreiche römische Münz- und Geldwesen verfiel unter den darauffolgenden Kaisern immer stärker. Der Goldgehalt wurde durch fortlaufende Kupferbeimischungen nach und nach weiter heruntergesetzt.

Die Silbermünzen in der Mitte des 3. Jahrhunderts nach Christus enthielten beispielsweise nur noch einen Silberanteil von rund 5%.

Der aus den Asterix und Obelix-Heften bekannte Sesterz bestand übrigens zuerst aus Messing, mit sinkendem Zinkgehalt danach nur noch aus einer Kupferbronze.

Meine Erkenntnis: Rom ist ein warnendes Beispiel für die EU!

Das Römische Reich und vor allem das Römische Geldwesen haben für mich eine hohe Faszination.

Die damaligen Entwicklungen der Bildung von einheitlichen Wirtschafts- und Währungsräumen sind für mich aber auch warnende Beispiele für unsere heutige Zeit.

Rom kannte ein “qualitative easing”. Das Römische Reich kannte aber auch bereits das Mittel staatlicher und finanzieller Repressionen über das Steuersystem.

Vergessen Sie nie, dass die EU auf den Römischen Verträgen vom 25. März 1957 basiert und Römisches Recht ein grundlegender Bestandteil unseres heutigen Systems ist. Rom war auch im Steuersystem ein Vorreiter.

Das Steuersystem Roms hatte eine hohe Effizienz

Rom verstand es militärische Kriege zu führen, aber auch Geld- und Handelskriege. Gleichzeitig mussten diese Expansion und die Verwaltung der Systeme durch Steuereinnahmen erhalten werden.

Das römische Steuerwesen kann in weiten Teilen auch Vorbild für unser heutiges Steuersystem betrachtet werden. Sie sehen an den nachfolgenden Steuerarten, dass der Kreativität in der Steuererhebung keine Grenzen gesetzt sind.

Ich bin sicher, dass wir in naher Zukunft neue Steuerarten sehen werden, die uns vielleicht an die alten Steuern aus dem Römischen Reich erinnern werden.

Abschließend möchte ich daran erinnern, dass auch das Römische Reich trotz – oder vielleicht auch wegen – all dieser Maßnahmen untergegangen ist.

Die wichtigsten Steuerarten im Römischen Reich

Die Steuerarten im alten Rom gingen vom tributum (allgemeine Abgabe) über tributum soli (Grundsteuer), tributum capitis (Kopfsteuer), vicesima hereditatium (5%ige Erbschaftssteuer), vicesima libertatis (5%ige Freilassungssteuer), spolia (Kriegsbeuten), annona militaris (Militärnaturalabgabe), annona civica (Zivilnaturalabgabe), coemptio (Zwangskauf von Nahrungsmitteln), canon vestium (Militärkleiderabgabe), collatio equorum (Pferdeabgabe), aurum tironicum (Rekrutenabgabe) über Umsatzsteuern, collatio glebalis (Sondergrundsteuer für bevorrangte soziale Schichten) und epimetrum (Steuererhebungszuschlag) bis hin zu sonstigen, zahlreichen weiteren Abgaben an den Kaiser.

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Über den Autor
Markus Miller

Markus Miller (geb.: 1973) ist ein gefragter Experte, wenn es um das komplexe Thema internationale Vermögensstrukturierung und die globale Steuerung von Vermögenswerten geht.

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